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Großes Gehaltsgefälle : Wer verdient viel, wer wenig?

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Zum ersten Mal sind auch Pflegekräfte unter den zehn Berufen, die laut einer Analyse einer Gehaltsplattform am wenigsten verdienen. Bild: dpa

In welchen Berufen winken die höchsten Gehälter – und wo die geringsten? Mitarbeiter der Finanzbranche gehören zu den Top-Verdienern. Auf Platz eins steht allerdings eine andere Berufsgruppe.

          Wer viel verdienen will, braucht einen Studienabschluss. Das geht aus einer aktuellen Gehaltsanalyse des Webportals gehalt.de hervor. Für die Erhebung wurden 21.846 Datensätze von Fachkräften ohne Personalverantwortung der letzten zwölf Monate erhoben und ausgewertet.

          So beziehen Oberärzte laut der Analyse mit einem jährlichen Einkommen von 115.300 Euro das höchste Gehalt. Mit circa 99.600 Euro jährlich folgt das Einkommen eines Beschäftigten im Bereich „Fusionen und Übernahmen“.

          Im Fondsmanagement sind die Gehälter ebenfalls verhältnismäßig hoch: 83.600 Euro verdienen hier Angestellte ohne Personalverantwortung.

          Hilfsarbeiter verdienen am wenigsten

          Hier werde der starke Einfluss des Bildungsstandes auf die Höhe des Gehaltes deutlich, so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de: „Unter den Top-Verdienern finden wir nur Tätigkeiten vor, die in der Regel einen Studienabschluss erfordern.“

          Die Gehälter von Beschäftigten im Sekretariat mit 35.900 Euro, in der Mechatronik mit 36.800 Euro und im Vertriebsinnendienst mit 38.100 Euro jährlich liegen indes im Mittelfeld der aktuellen Auswertung.

          Zudem erhalten auch Architekten mit 41.600 Euro und Beschäftigte im technischen Kundendienst mit 42.900 Euro jährlich ein mittleres Einkommen.

          Das geringste Gehalt beziehen in der aktuellen Gehaltsanalyse deutschlandweit Restaurant- und Küchenhilfen. Ihr Bruttojahreseinkommen liegt derzeit bei 21.900 Euro - somit erhalten Beschäftigte in diesem Bereich jährlich fast 93.400 Euro weniger als Oberärzte.

          Auf Platz zwei der deutschen Geringverdiener folgt der Berufsstand der Frisöre mit einem Jahreseinkommen von 23.200 Euro gefolgt von Kellnern mit 23.600 Euro.

          Erstmals tauchen auch Pflegekräfte in der Liste der zehn Berufe auf, die am wenigsten verdienen. Mit einem jährlichen Einkommen von 30.357 Euro  verdienen Pflegeberufe damit noch weniger als Berufskraftfahrer, die mit 30.467 Euro jährlich leicht mehr erhalten.

          Im Bereich der Geringverdiener wirkt sich besonders das Prinzip von Angebot und Nachfrage auf die vergleichsweise niedrige Höhe der Gehälter aus.

          So sind vor allem Berufe in der Gastronomie- und Dienstleistungsbranche leicht zugängig, da sie schnell erlernt werden können, so die Analyse von gehalt.de.

          Dadurch können die Unternehmen freie Stellen zügig ersetzen, weil die Bewerberzahl hoch ist. Anders stellt sich hingegen die Situation bei den Top-Verdienern dar: Sie sind seltener auf dem Markt zu finden und müssen deshalb mit einem hohen Gehalt umworben werden.

          Doch nicht nur die Anzahl der miteinander konkurrierenden Bewerber bestimmen das Gehaltsniveau. Auch die Firmengröße, die Branche und die Berufserfahrung haben eine entscheidende Auswirkung auf das Einkommen von Beschäftigten.

          So können große Firmen mit über 1.000 Mitarbeitern ihren Angestellten mehr Gehalt zahlen als kleine, da sie über mehr Kapital verfügen. Zudem wirkt sich die Branche auf das Gehaltsniveau aus.

          Wenn beispielsweise ein Sekretär in der Nahrungs- und Genussindustrie circa 45.000 Euro jährlich verdient, würde ein Beschäftigter in derselben Position in der Maschinenbaubranche rund 57.000 Euro erhalten, so die Auswertung von gehalt.de mit Blick auf das Branchenniveau.

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