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Einstiegschancen für Berufsanfänger : Ab nach BaWü, Bayern oder Berlin

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Wer derzeit in Deutschland als Uni-Absolvent einen Job will, sollte vor allem in Bayern und Baden-Württemberg anfangen zu suchen. Bild: dpa

Wer frisch von der Uni kommt und einen Job sucht, wird derzeit in fünf Bundesländern besonders schnell fündig. Und wer ein Praktikum braucht, sollte sich auf bestimmte Großstädte konzentrieren.

          Hochschul-Absolventen finden derzeit die meisten offenen Stellen in Bayern und Baden-Württemberg, wie eine Studie der Jobsuchmaschine Adzuna ergeben hat. In Bayern sind derzeit 19,6 Prozent der freien Stellen für Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss zu finden, in Baden-Württemberg 15,3 Prozent. Danach folgen Nordrhein-Westfalen mit 14,8 Prozent und Hessen mit 9,2 Prozent an freien Stellen.

          Die Grafik zeigt die Bundesländer mit den derzeit meisten offenen Stellen für Berufseinsteiger.

          Während diese Ergebnisse aufgrund der wirtschaftlichen Stärke dieser vier Bundesländer nicht unbedingt überraschen, bietet Berlin mit einem Anteil von sechs Prozent erstaunlich viele offene Stellen für Absolventen, was die Wachstumsdynamik der deutschen Hauptstadt unterstreicht. Die fünf Regionen Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Berlin vereinen somit 65 Prozent aller offenen Stellen für junge Menschen, die frisch von der Hochschule kommen.

          Die Verteilung der Absolventen-Jobs spiegelt in weiten Teilen die allgemeine Wettbewerbssituation auf dem deutschen Arbeitsmarkt wider, wie eine Analyse von Adzuna im Februar dieses Jahres zeigte. Allerdings scheint es so, als ob Berlin für Berufseinsteiger bessere Chancen bietet als für den allgemeinen Bewerber, welches den Status der Stadt als Magnet für junge Menschen einmal mehr unterstreicht. Auch für Praktikanten wird Berlin immer attraktiver: Mit 657 freien Stellen liegt es nur noch hinter Stuttgart mit 1256, München mit 1096 und Frankfurt mit 685 offenen Praktikanten-Positionen.

          Die Grafik zeigt die Großstädte mit den derzeit meisten offenen Praktikumsstellen.

          Gemeinsam mit Hamburg, Düsseldorf und Köln stellen diese sieben Großstädte insgesamt fast die Hälfte aller aktuellen Praktikumsplätze in Deutschland. Das unterstreicht zum einen ihre Dominanz, zeigt aber auf der anderen Seite auch die dezentrale Struktur des deutschen Arbeitsmarktes. Eine weitere Erkenntnis der Adzuna-Studie bezieht sich auf die Bezeichnungen für Berufseinsteiger: Während bei Vollzeitjobs die englische Sprache mit Begriffen wie „Trainee“ verstärkt Einzug gehalten hat, ist dies bei Praktika nicht der Fall; hier ist und bleibt der Einsteiger weiterhin „Praktikantin“ oder „Praktikant“.

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