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FDP-Bundestagsfraktion : Minijobber sollen mehr als 450 Euro verdienen dürfen

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Für Minijobber bedeutet ein höherer Mindestlohn bisher nicht, dass am Ende des Monats mehr Geld dabei herauskommt. (Symbolfoto) Bild: dpa

Bisher bedeutete die Erhöhung des Mindestlohns für geringfügig Beschäftigte, dass sie danach weniger Stunden arbeiten durften. Die FDP fordert daher, auch die Verdienstgrenze anzuheben.

          Die FDP im Bundestag fordert höhere Verdienstgrenzen für Minijobs. „Seit mehr als fünf Jahren wurde die Verdienstgrenze für Minijobs von 450 Euro nicht mehr angepasst“, sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Pascal Kober, der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Davon betroffen seien 7,5 Millionen Minijobber. „Darunter sind 700.000 Menschen, die auf Mindestlohnniveau arbeiten, für die jede Mindestlohnerhöhung ins Leere läuft.“

          In einem der dpa vorliegenden Gesetzentwurf von Kober und seiner Fraktion fordert die FDP, die bisher starren Verdienstgrenzen bei geringfügiger Beschäftigung zu dynamisieren. So solle die Lohngrenze
          zum 1. Januar 2019 auf das 60-fache des Mindestlohns festgelegt werden. Das wären dann gut 551 Euro.

          „Davon profitieren Menschen in diversen Lebenslagen“, erläuterte Kober, „insbesondere in Gastronomie, Einzelhandel und Handwerk, Alleinerziehende, Grundsicherungsbezieher, Studenten oder Menschen, die neben ihrem sozialversicherungspflichtigen Job etwas dazuverdienen wollen“. All diesen Menschen müsse es ermöglicht werden, dass sich ihre Anstrengung auch lohne.

          Der 2015 eingeführte Mindestlohn liegt derzeit bei 8,84 Euro brutto und steigt zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro pro Stunde sowie zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro. Wegen der festen 450-Euro-Grenze bei Minijobs reduzieren sich bei jeder Mindestlohnerhöhung die Stunden, die ein Beschäftigter im Rahmen eines Minijobs arbeiten darf.

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