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Entschleunigung im Advent : Weihnachtsfeier - besser erst im neuen Jahr!

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Mehr Besinnlichkeit im Advent mahnt der ehemalige Benediktinermönch Anselm Bilgri an. Bild: dpa

Adventszeit - Stresszeit. Eine Weihnachtsfeier jagt die andere, mancher Arbeitnehmer hechtet von einem Empfang zum nächsten. Schluss damit, fordert nun der Unternehmensberater und frühere Benediktinermönch Anselm Bilgri.

          Der Unternehmensberater und frühere Benediktinermönch Anselm Bilgri rät Managern und Vorständen dazu, die Zeit des Advents zum Entschleunigen zu nutzen. So sollten sie bewusst die Weihnachtsfeier erst im neuen Jahr veranstalten, empfiehlt Bilgri auf seiner Internetseite.

          Als Cellerar des Benediktinerklosters Andechs habe er einst die jährliche Feier bewusst am 2. Februar stattfinden lassen. „Mariä Lichtmess“ gelte als Abschluss der 40-tägigen Weihnachtszeit. Früher seien die „Dienstboten“ an diesem Tag ein- und ausgestellt oder es sei über ihre Weiterbeschäftigung verhandelt worden.

          Dieses Datum ist nach Ansicht von Bilgri geeignet, „um die Mitarbeiter auch gehörig zu loben und ihnen zu danken für die Treue zum Unternehmen“. Das wäre schließlich der tiefste Sinn einer solchen Feier: „Altes abschließen und zuversichtlich, mutig und realistisch auf das Neue zu warten“, so der Berater.

          Der ehemalige Mönch, der zu Beginn des Jahres die „Akademie der Muße“ gegründet hat, bedauert, dass keiner mehr warten könne. Auf den Bahnhöfen seien Wartehallen abgeschafft und durch „Business-Lounges“ für eilige Erste-Klasse-Fahrer ersetzt worden. Auch Ärzte und Friseure könne man nur noch mit vorheriger Terminvereinbarung aufsuchen. Selbst mit Freunden würden häusliche Zusammenkünfte nur vorab vereinbart. „Wartezeiten als Zeiten des Innehaltens, Atemholens wiederzuentdecken gegen das Diktum ’Zeit ist Geld’ wäre eine kleine Botschaft des Advents in dieser gestressten Welt.“

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