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Entgelttransparenz : Viele wollen ihr Gehalt prüfen

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Das Gesetz soll für mehr Transparenz sorgen: Was bekommen die anderen für ihre Arbeit? Bild: dpa

Ein neues Gesetz, das seit vergangenem Sommer gilt, sichert Beschäftigten einen Auskunftsanspruch darüber zu, nach welchen Kriterien sie und ihre Kollegen bezahlt werden. Aber will das überhaupt jemand nutzen?

          Im vergangenen Sommer trat in Deutschland das Entgelttransparenzgesetz in Kraft. Die schwarz-rote Koalition wollte sicherstellen, dass Frauen und Männer bei gleichwertiger Arbeit auch ein gleichwertiges Entgelt beziehen. Es sichert Beschäftigten einen Auskunftsanspruch darüber zu, nach welchen Kriterien sie und Kollegen in vergleichbarer Position bezahlt werden. Die Vergütungsberatung Gehalt.de aus Hamburg hat nun rund 1900 Arbeitnehmer und 320 Arbeitgeber über die Anwendung der neuen Regelung im Arbeitsalltag befragt.

          Demnach wollen 72 Prozent der Beschäftigten das Gesetz in Anspruch nehmen oder ziehen es in Erwägung. Drei Viertel der Befragten bezweifeln aber, dass sich dadurch die Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern schließt. Jeweils ein Drittel der Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeber bemängeln fehlende Konsequenzen.

          Fast jedes vierte Unternehmen berichtet, dass aus der Belegschaft entsprechende Auskunftsanträge schon gestellt worden sind. Drei von zehn Arbeitgebern gaben an, ihre Mitarbeiter über das neue Entgeltgleichheitsgesetz aufgeklärt zu haben.

          Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich grundsätzlich fair bezahlt - allerdings sind die Männer im Schnitt zufriedener als die Frauen: Unter den Frauen lag der Anteil bei 52 und unter den Männern bei 65 Prozent. Viele der unzufriedenen Teilnehmer (56 Prozent) begründeten das damit, dass Kollegen in ähnlichen Positionen ein höheres Gehalt bekämen.

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