https://www.faz.net/-gyl-vcwp

Mobilität : Deutsche Manager meiden das Ausland

  • Aktualisiert am

Arbeiten in Manhattan - für deutsche Manager nicht gerade ein Traum Bild: picture-alliance/ dpa

Das Ergebnis überrascht: Fast acht von zehn deutschen Managern wollen beruflich nicht ins Ausland wechseln, wie eine Umfrage ergab. Dafür brechen die Führungskräfte für den Erfolg gerne mal Regeln.

          Deutsche Manager fordern von ihren Untergebenen gerne Flexibilität, hängen selbst jedoch an der Heimat: Nur 17 Prozent der deutschen Führungskräfte setzen sich mit dem Gedanken auseinander, eines Tages im Ausland zu arbeiten. Das ergab eine Befragung von 1000 Managern durch die Freiburger Unternehmensberatung Saaman. Gleichzeitig weisen 82 Prozent der deutschen Führungskräfte den Gedanken an einen Wechsel über die Grenze von sich (zur vergleichbaren Haltung junger Akademiker lesen Sie Auslandsaufenthalt gilt als zweitbeste Lösung).

          Der Umfrage zufolge haben lediglich 28 Prozent der Manager im vergangenen Jahr überlegt, sich beruflich nochmals grundsätzlich neu zu orientieren. Mehr Offenheit zeigen die Entscheider dagegen bei den Antworten auf das Konzept „für Erfolg muss man Regeln brechen“. Diesem Ansatz stimmten immerhin 12 Prozent gänzlich und 67 Prozent „zum Teil“ zu.

          47 Prozent der Befragten gaben außerdem an, sich sofort und ohne zu Zögern auf andere Bedingungen am Arbeitsplatz einstellen zu können. 43 Prozent sagen von sich, sie könnten sehr gut und ohne Probleme“ mit Menschen zusammenarbeiten, die in ihrem Wesen vollkommen anders sind als sie selbst. Zurückhaltender gaben sich die befragten Manager auf die Frage „Gehen Sie auf Herausforderungen ein, die in ihrer Konsequenz noch nicht abzuschätzen sind?“. Als mutig erweisen sich hier lediglich 24 Prozent, die mit ja“ antworteten.

          Weitere Themen

          Plopp, tipp – tüüüt!

          Kolumne „Nine to five“ : Plopp, tipp – tüüüt!

          Smartphones haben immer mehr zu bieten. Sie dienen wahlweise als Portemonnaie, Arbeitsplatz- oder Fernseher-Ersatz. Aber wozu braucht der normale Handynutzer bitte Tastentöne?

          Topmeldungen

          Wie weiter mit dem Brexit? : Das britische System liegt in Trümmern

          Womöglich kann das britische Parlament einen „No Deal“ nach der Europawahl nicht mehr verhindern. Dann müsste die EU sich auch an die eigene Nase fassen – sie hat zur Polarisierung der Politik im Vereinigten Königreich beigetragen.

          Deutschland beim ESC : S!sters am Ende

          Der deutsche Beitrag beim ESC landet mal wieder auf einem der letzten Plätze. Was haben die S!sters falsch gemacht? Und warum suchen sie die Fehler bei anderen?

          Meister Bayern München : Der stille Abgang des Jérôme Boateng

          Die Bayern feiern – nur einer will nicht mitmachen. Jérôme Boateng ist nur eine Randfigur. Er verlässt das Stadion wortlos als erster Münchner. Bei der abendlichen Feier steht Boateng gar nicht mit der Mannschaft auf dem Balkon.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.