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Geplante Reform : Beamtenbund gegen Beschränkung für befristete Stellen

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Gerade im akademischen Bereich erhalten viele nur befristete Verträge. Bild: Frank Röth

Anstatt Regeln für alle zu erlassen, sollte man erst einmal die vielen sachgrundlosen Befristungen im öffentlichen Dienst angehen, sagt DBB-Chef Ulrich Silberbach. Das sieht nicht nur er so.

          Der Deutsche Beamtenbund (DBB) und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall haben sich gegen die geplante Reform bei sachgrundlosen Befristungen ausgesprochen. Beamtenbund-Chef Ulrich Silberbach sagte der „Rheinischen Post“, der öffentliche Dienst sei Spitzenreiter bei den sachgrundlosen Befristungen. Das sei ein Skandal.

          Nach Ansicht von Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger geht die geplante Beschränkung der Befristungen „am eigentlichen Problem vorbei“. In der Metall- und Elektroindustrie liege der Anteil an befristeten Arbeitsverhältnissen bei vier Prozent. Im staatlichen Hochschul- und Wissenschaftsbereich seien es mehr als 40 Prozent, im öffentlichen Dienst insgesamt 9,5 Prozent. „An den Privilegien für den öffentlichen Dienst will die Politik aber nichts ändern“, sagte Dulger.

          Silberbach meinte: „Bevor man für die gesamte Bundesrepublik - wie im Koalitionsvertrag vorgesehen - neue, undurchführbare Befristungsregeln erlässt, sollten die öffentlichen Arbeitgeber erst einmal das eigene Haus in Ordnung bringen.“ Laut Koalitionsvertrag will die Regierung den Anteil sachgrundloser Befristungen bei Firmen mit mehr als 75 Mitarbeitern auf 2,5 Prozent der Beschäftigten beschränken und die Höchstdauer dieser Befristungen von 24 auf 18 Monate verkürzen.

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