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FAZ Plus Artikel Arbeitsrecht : Darf mich ein Arbeitgeber wegen meiner Konfession ablehnen?

  • -Aktualisiert am

Wie entscheidend ist die Mitgliedschaft in der Kirche für eine Stelle wirklich? Bild: dpa

Eine konfessionslose Frau bewirbt sich bei einem kirchlichen Träger auf eine Projektstelle und wird wegen mangelnder Kirchenzugehörigkeit abgelehnt. Aber ist das überhaupt rechtens?

          Das Evangelische Werk schrieb im Jahr 2012 eine befristete Referentenstelle für ein Projekt aus, in dem ein Bericht über die Bekämpfung rassistischer Diskriminierungen erstellt werden sollte. Die Bewerber waren aufgefordert, ihre Konfession im Lebenslauf anzugeben. Kirchenmitgliedschaft werde für diese Stelle verlangt. Frau E., keiner Konfession angehörend, bewarb sich auf die Stelle, wurde aber nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Hiergegen klagt sie und verlangt Entschädigung wegen Diskriminierung in Höhe von knapp 10.000 Euro.

          Das Bundesarbeitsgericht (BAG) legte den Streitfall dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vor. Der EuGH sollte die Frage beantworten, ob kirchliche Arbeitgeber autonom festlegen können, für welche Tätigkeiten Religionszugehörigkeit eine berufliche Anforderung darstellt. Diese Frage hat der EuGH beantwortet (Urteil vom 17.04.2018, Aktenzeichen C-414/16): Kirchlichen Trägern kommt keine Autonomie bei der Entscheidung über die Religionsmitgliedschaft von Beschäftigten zu. Die europäische Gleichbehandlungsrichtlinie sieht die Möglichkeit nicht vor, Religionsangehörigkeit im Rahmen kirchlichen Selbstbestimmungsrechts als Arbeitsplatzvoraussetzung festzulegen.

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          Norbert Pflüger ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Frankfurt.

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