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Arbeit im Rentenalter : Die Zahl der „Unruheständler“ wächst

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Fit und noch voll im Geschäft: Immer mehr ältere Menschen arbeiten. Bild: dpa

Der Anteil der Deutschen zwischen 65 und 69, die noch immer einer bezahlten Arbeit nachgehen, hat sich seit 1996 verdoppelt. Bei den Männern ist sogar jeder achte noch berufstätig.

          Jeder zehnte Deutsche im Pensionsalter geht mittlerweile einer Beschäftigung nach. Damit hat sich der Anteil dieser „Unruheständler“ im Alter zwischen 65 und 69 Jahren seit 1996 verdoppelt, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. 2011 gingen demnach etwa 425.000 Menschen aus dieser Altersgruppe weiter einer Arbeit nach.

          Bei den Männern war es jeder achte, bei den Frauen jede dreizehnte, die laut Definition mindestens eine Stunde je Woche gegen Entgelt arbeiteten. Dabei setzten 19,4 Prozent der Akademiker ihren Beruf fort, bei Männern mit niedrigem Bildungsniveau waren es 6,9 Prozent.

          Dafür gebe es unterschiedliche Gründe, sagte die BIB-Expertin Ralina Panova: „Neben gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen spielen individuelle Erwerbsbiografien eine wesentliche Rolle bei dieser Entwicklung.“

          Auch wenn die Renten nicht mehr so schnell steigen geht es den meisten Rentnern in Deutschland finanziell noch immer gut. Nach dem Fünften Alterssicherungsbericht der Bundesregierung müssen derzeit nur 2,5 Prozent der Personen über 65 Jahre von der staatlichen Grundsicherung leben.

          Ehepaare und Alleinstehende verfügen im Ruhestand im Durchschnitt über ein Haushaltseinkommen von monatlich 1818 Euro netto. Dabei gibt es aber Unterschiede: Alleinstehende Frauen haben durchschnittlich 1292 Euro zu Verfügung, Männer 1560 Euro und Ehepaare 2433 Euro. Gut abgesichert sind vor allem Rentner in Westdeutschland. Für Ehepaare in den alten Ländern summieren sich die privaten Zusatzrenten im Schnitt auf immerhin 557 Euro, für Alleinstehende auf 371 Euro im Monat.

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