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Ständige Erreichbarkeit : Freizeit stresst mehr als Arbeit

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Da bekommt der Begriff „Freizeitstress“ eine ganz neue Bedeutung: Ständig erreichbar sein dank Smartphone - doch ruft wirklich dauernd der Chef an? Bild: Picture-Alliance

Die Bundesregierung will ein Anti-Stress-Gesetz auf den Weg bringen. Die Umfrage einer Krankenkasse zeigt aber: Es ist nicht der Chef, für den viele ständig erreichbar sein müssen.

          Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will ein Anti-Stress-Gesetz auf den Weg bringen, weil das Arbeitnehmer künftig besser schützen soll vor zu hoher Belastung. Ihre Kritiker bemängeln dagegen, dass etwa Abschaltzeiten für Firmenhandys nichts bringen, wenn die Angestellten in ihrer Freizeit dennoch ständig am Smartphone hängen und erreichbar sind. Eine repräsentative Umfrage der Schwenninger Krankenkasse unter 1000 Personen zwischen 14 und 34 Jahren bestätigt diese Aussage.

          Zwar haben sieben von zehn Frauen und Männern angegeben, dass ihr Leben im vergangenen Jahr anstrengender geworden sei, und mehr als jeder zweite Befragte fühlte sich oft gestresst. Nur knapp jeder Fünfte sah allerdings in Schule, Ausbildung oder Beruf den Hauptstresstreiber in seinem Leben.

          Und weniger als jeder Vierte hatte das Gefühl, ständig für den Chef erreichbar sein zu müssen. Dagegen gaben 42 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer an, diese Erreichbarkeit für Freund und Familie an den Tag legen zu müssen. Prävention muss daher viel mehr umfassen als den durch Arbeit hervorgerufenen Stress.

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