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Anforderungen an Arbeitswelt : Generation Y - ach Quatsch!

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Mobil, fleißig, sinnsuchend, fordernd, digital - all diese Adjektive lassen sich keineswegs auf bestimmte Generationen pauschal anwenden. Bild: Lukas Kreibig

Um die so genannte „Generation Y“ ist es ruhig geworden. Was ist aus den fordernden, sinnsuchenden, freizeitorientierten jungen Leuten geworden? Eine neue Studie sagt jetzt gar: Es gibt sie in dieser Form gar nicht.

          Die Generation X ist fleißig, die Generation Y will Balance zwischen Arbeit und Privatleben und die Generation Z vor allem Flexibilität. Lässt sich die Wahrheit über die Arbeitswelt wirklich so einfach in Altersgruppen einteilen? Eine neue Sonderauswertung einer Studie des Bundesarbeitsministeriums sagt jetzt: Nein! Die Wirklichkeit ist viel komplexer. Einfache Generationenmuster gebe es nicht.

          Befragt wurden 1200 Personen (1000 Erwerbspersonen, zwei Kontrollgruppen mit je 100 Personen) auf Basis des Mikrozensus von 2013 über ihre Vorstellungen zum Thema „Arbeit in Deutschland“. Die Studie existiert schon länger, neu ist nun eine Sonderauswertung nach Altersgruppen. Diese zeigt, dass sich aus den Interviews keine soziodemografischen Trennlinien ergeben, sondern sieben Wertewelten, die sich über alle Altersgruppen und sozialen Schichten hinweg erstrecken.

          „Glauben an eine Generation Y hinter sich lassen“

          „Für Arbeitgeber und Führungskräfte ist es wohl an der Zeit, den Glauben an eine Generation Y oder andere homogene Gruppen hinter sich zu lassen“, sagte Peer-Oliver Villwock, Unterabteilungsleiter im Arbeitsministerium angesichts der Ergebnisse.Die Arbeitswelt sei komplexer und schnelllebiger, die Vorstellungen von guter Arbeit seien vielfältiger. Seit vielen Jahren versuchten Personalverantwortliche, den spezifischen Ansprüchen einer bestimmten Altersgruppe gerecht zu werden. Doch diese Bemühungen seien „zum Scheitern verurteilt“. Egal ob Frau oder Mann, ob jung oder alt, „überall findet sich eine große Vielfalt an Bedürfnissen“, so Villwock weiter.

          Die Studie gruppiert die Arbeitnehmer in insgesamt sieben unterschiedliche „Wertewelten“, die sich dem Ministerium zufolge nicht länger entlang der früheren Trennlinien Einkommen und Ausbildung bewegen. Während die einen etwa glauben, ihren Wohlstand hart erarbeiten zu müssen und trotz höchster Anstrengung immer wieder auf Widerstände zu stoßen, sind andere der Überzeugung, mit genügend Engagement fast alles erreichen zu können.

          Es gebe in der heutigen, stark pluralisierten Arbeitswelt zudem Menschen, die eine hohe Individualisierung schätzten und andere, die den Zusammenhalt unter Kollegen vermissten. Zudem wollten sich manche zunehmend durch Arbeit selbst verwirklichen, während andere den Sinn des Lebens außerhalb der Arbeit suchten. Wieder andere strebten schlicht eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben an.

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