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Berechnung der Bundesländer : Ausbau von Ganztagsschulen deutlich teurer als geplant

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Ganztagsschulen gibt es längst nicht überall. Bild: dpa

2,3 Milliarden Euro sind derzeit angepeilt für eine bessere Ganztagsbetreuung. Doch das reicht längst nicht, heißt es nun von der Kultusministerkonferenz.

          Nach aktuellen Berechnungen der Länder würde der geplante Rechtsanspruch für Grundschulkinder auf einen Ganztagsplatz deutschlandweit zusätzliche Kosten von 7,7 Milliarden Euro jährlich verursachen. Das geht aus einem Papier der Kultusministerkonferenz (KMK) hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

          Demnach würden die Gesamtkosten von derzeit 2,3 Milliarden Euro vor allem wegen der steigenden Personalausgaben auf bis zu 10 Milliarden Euro jährlich klettern. „Diese Summe überschreitet das durch den Bund in Aussicht gestellte einmalige Angebot von zwei Milliarden Euro für die Umsetzung des Rechtsanspruchs bei weitem“, heißt es in dem Papier.

          Betreuungsquote von 90 Prozent

          Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hatte zuletzt bekräftigt, die Pläne der Groko bis 2025 umsetzen zu wollen. Der Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen ist ein Thema der Kultusministerkonferenz (KMK), zu der sich die Ressortchefs diese Woche in Wiesbaden treffen. Den KMK-Vorsitz hat derzeit Hessen, am Freitag (12.00 Uhr) sollen die Ergebnisse der Konferenz präsentiert werden.

          Die Länder gehen bei ihren Berechnungen unter anderem von einer Betreuungsquote von 90 Prozent aus, da sie erwarten, dass sich die Elternwünsche mit einem Rechtsanspruch verändern. In einer Studie des Deutschen Jugendinstituts hatten Experten eine Versorgungsquote von höchstens 71 Prozent zugrunde gelegt. Daraus ergaben sich nach Berechnungen des Instituts jährliche zusätzliche Betriebskosten von 2,6 Milliarden Euro ab 2025.

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