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Arbeitszeit : Jeder vierte Beschäftigte arbeitet ohne Pause durch

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Vor allem Lehrer gönnen sich an ihrem Arbeitstag nur selten eine Pause. Bild: dpa

Keine Zeit, unpassender Arbeitsablauf oder früher Feierabend: Viele Arbeitnehmer arbeiten ohne Pause – und das oft sogar freiwillig.

          Vormittags gleich die erste Unterbrechung für einen Kaffee und dann den Arbeitstag nach der Mittagspause ausrichten: Nicht jeder arbeitet so. Im Gegenteil mehr als jeder vierte Beschäftigte in Deutschland arbeitet ohne Pause durch.

          Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Gründe dafür sind für die meisten Befragten, entweder zu viel Arbeit oder dass die Auszeit nicht in den Arbeitsablauf passe. Das gaben jeweils 63 Prozent an.

          Oft geschieht der Verzicht auf die Pause ganz freiwillig

          Überraschend aber ist: Oft geschieht der Verzicht auf die Pause ganz freiwillig. Mehr als ein Viertel gab an, einfach keine Pause machen zu wollen. 14 Prozent erklärten, keine Pause zu machen aber dafür früher in den Feierabend aufzubrechen.

          Am häufigsten kommen Pausenausfälle da vor, wo es bekanntlich stressig ist: Im Gastgewerbe, in der Pflegebranche sowie im Erziehungs- und Unterrichtbereich. Bei den jungen Arbeitnehmern zwischen 15 und 29 Jahren arbeitet fast ein Drittel der Beschäftigten ohne Pause. Das Arbeitsministerium bezieht sich auf Daten der „Arbeitszeitbefragung 2017“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitszeitmedizin.

          In Ruhe essen und kurz runter kommen, ist nicht nur angenehm und wichtig, sondern auch gesetzlich geregelt. Ab sechs Stunden Arbeitszeit muss eine halbe Stunde Pause gemacht werden, ab neun Stunden dann sogar 45 Minuten. Für Jugendliche gelten noch strengere Regeln.

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