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Studie des Ifo-Instituts : Arbeitskräftemangel verstärkt regionale Unterschiede

  • Aktualisiert am

Blick auf das Werksgeländer der Saarstahl AG in Völklingen Bild: Maximilian von Lachner

Auch aufgrund des demografischen Wandels dürften in Zukunft vielerorts Arbeitskräfte fehlen. Darunter werden wohl ausgerechnet die Regionen leiden, die ohnehin wirtschaftlich nicht gut dastehen.

          Deutschlands Wirtschaft wird laut des Ifo-Instituts in den kommenden 15 Jahren deutlich langsamer wachsen als in der Vergangenheit. Das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird demnach auf rund 0,6 Prozent im Jahr 2035 fallen und sich somit gegenüber dem heutigen Stand mehr als halbieren. Das sagen die Münchener Forscher in einer aktuellen Studie des Instituts für die Bertelsmann Stiftung voraus.

          Grund hierfür sei der sich verschärfende Mangel an Arbeitskräften aufgrund des demografischen Wandels. „Besonders schlecht abschneiden dürften strukturschwache Bundesländer wie das Saarland, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Joachim Ragnitz von der Ifo-Niederlassung Dresden: „Ganz vorn erwarten wir beim Wirtschaftswachstum bis 2035 die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie Baden-Württemberg und Bayern.“

          Die regionalen Unterschiede bei der Wirtschaftskraft sowie beim Lebensstandard würden in den kommenden Jahren somit deutlich zunehmen, erklärte Ragnitz. „Man muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass regionale Wohlstandsunterschiede in überschaubarer Zeit abgebaut werden können. Auch die Schere zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland wird sich deswegen nicht weiter schließen.“

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