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Freie Zeit schlägt Zulagen : Arbeiten am Feiertag? Bloß nicht!

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Einkaufen wollen in der Weihnachtszeit traditionell viele - aber wer will für sie arbeiten? Bild: dpa

Nicht nur im Einzelhandel wird über den verkaufsoffenen Sonntag an Heiligabend diskutiert - dabei scheint die Haltung der Beschäftigten eindeutig.

          Jeder sechste Beschäftigte in Deutschland muss regelmäßig an Sonntagen und Feiertagen arbeiten. Es sind rund 16 Prozent von ihnen. Dabei zieht die deutliche Mehrheit private Aktivitäten der Arbeit im Einzelhandel, am Fließband oder in der Lagerhalle vor. Nicht einmal jeder vierte Befragte, nämlich 24 Prozent, erklärt, dass es ihm grundsätzlich nichts ausmache, an einem Feiertag zu arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie „Jobzufriedenheit 2017“ des Personaldienstleistungsunternehmens Manpower, für die rund 1000 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren online befragt wurden.

          Während in den Supermarkt-Regalen bereits Lebkuchen und andere Weihnachtsprodukte zu sehen sind, ist im Einzelhandel eine Debatte um einen verkaufsoffenen Sonntag an Heiligabend entfacht. So entschloss sich beispielsweise der Discounter Aldi, an Heiligabend nicht zu öffnen, obwohl es rechtlich gesehen möglich wäre.

          Den Arbeitnehmern kommt das entgegen. Viele planen bereits, wo und wie sie die Feiertage zum Jahresende verbringen. Wenn es nach ihnen geht, ist klar, dass in dieser Zeit das Thema Beruf in den Hintergrund tritt. Auch die Aussicht auf mehr Geld motiviert die meisten nicht dazu, freie Tage in den Dienst des Arbeitgebers zu stellen. Eine deutliche Mehrheit von 92 Prozent zieht es trotz der Möglichkeit, finanzielle Zuschläge zu erhalten, vor, eine Auszeit zu nehmen.

          Urlaubsregelungen treffen den Nerv der Beschäftigten

          Wenn Unternehmen rund um die Weihnachtstage oder zu anderen Brückentagen mit großzügigen Regelungen Urlaube möglich machen, treffen sie damit nicht nur den Nerv der meisten Beschäftigten. „Auf Urlaubswünsche einzugehen, ist auch in den Chefetagen angekommen - nur so können sie Schlüsseltalente motivieren und langfristig an ihr Unternehmen binden“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung von Manpower Deutschland.

          Strategisch Urlaubswünsche zu erfüllen, kann sich somit auch langfristig auszahlen, etwa durch eine höhere Mitarbeitermotivation, eine geringere Fluktuation oder eine höhere Attraktivität des Unternehmens. Von ihr profitieren Arbeitgeber gerade dann, wenn sie in Märkten agieren, in denen Fachkräfte rar sind.

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