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Vorschau bei Bassenge : Geld kann ich immer brauchen

Dandanah - Klötzchenspiel aus farbigen Glasbausteinen der Bahaus-Gruppe. Berlin 1920. Schätzpreis 22.000 Euro. Bild: Katalog Bassenge

Bei Bassenge kann man neben wertvollen Spielen bald prächtige Enzyklopädien und spannende Korrespondenzen ersteigern.

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          Museumsreife besitzt ein achteckiges Kästchen mit der Aufschrift „Dandanah. The Fairy Palace“, das zum Schätzpreis von 22 000 Euro bei der vom 16. bis 18. Oktober laufenden Herbstauktion bei Bassenge in Berlin einen Käufer sucht. Komplett gefüllt, barg die Schatulle 61 stereometrisch geformte farbige Glassteine nebst Anleitungen für den Zusammenbau utopischer Architekturmodelle. Entworfen wurde das amüsante Spiel 1920 von drei Architekten, unter ihnen Bruno Taut, Spiritus Rector der dem Weimarer Bauhaus nahestehenden Künstlergemeinschaft „Gläserne Kette“. Zu Beginn der zwanziger Jahre schuf Max Beckmann für die Grafikmappe „Stadtnacht“ sieben Lithographien (Taxe 2500 Euro); der Belgier James Ensor versuchte, „Scènes de la vie du Christ“ blasphemisch zu interpretieren (6000).

          Camilla Blechen

          Freie Autorin im Feuilleton.

          Als das „größte kartographische Projekt der islamischen Welt“ annonciert, erscheint Mahmud Raif Efendis 1803/04 in Istanbul edierter „Cedit-Atlas“ mit 25 großformatigen Kupfertafeln (28 000); ein „Theatrum orbis terrarum“, Antwerpen 1603, von Abraham Ortelius ist leicht lädiert (36 000). Prachtvoll kolorierte Kupferstiche rechtfertigen die Taxe von 30 000 Euro für die vierbändige „Phytanthoza Iconographia“ des Regensburger Apothekers Johann Wilhelm Weinmann, die als eines der wichtigsten botanischen Werke des 18. Jahrhunderts auch die Pomologie einbezieht.

          „Aller Anfang ist schwer, am schwersten der Anfang der Wirtschaft“: Mit Goethes Erkenntnis konform gehen mehr als tausend Publikationen aus einer Privatsammlung, subsummiert unter den Stichworten „Nationalökonomie“ und „Staatsphilosophie“. Das Spitzenlos bildet der mit 30 000 Euro bezifferte „Essai sur la nature du commerce en général“ des Bankiers Richard Cantillon. Zum Schätzpreis von 12 000 Euro abrufbar ist die 1886 in Madrid erschienene spanische Ausgabe des „Kapitals“ von Karl Marx in angemessener Ausstattung, einem Einband aus blutrot marmoriertem Kalbsleder. Unter knapp fünfhundert Losen in der Autographen-Abteilung wird die 18 000 Euro teure Korrespondenz zwischen dem Ehepaar Martha und Robert Musil und der Gattin des Philosophen Ernst Cassirer Literaturwissenschaftler auf den Plan rufen. Am 16. März 1858 lässt der 24 Jahre alte Richard Wagner seinen Wiener Gönner Carl Haslinger wissen: „Geld kann ich leider immer gebrauchen“ (4000). Eine Sammlung von 34 Briefen, die Friedrich der Große dem Rittmeister Joachim Bernhard von Prittwitz, seinem Lebensretter in der Schlacht von Kunersdorf, zwischen 1761 und 1785 zukommen ließ, erwartet den Zuschlag bei 12 000 Euro.

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