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Basketball-WM : Spanien krönt sich zum zweiten Mal

  • Aktualisiert am

Spaniens Center Marc Gasol: Einer der besten Spieler des Turniers Bild: AFP

Die spanischen Basketballer haben die WM in China gewonnen. Im Finale bewies das Team um NBA-Meister Marc Gasol seine Extraklasse und ließ Argentinien keine Chance.

          2 Min.

          Die spanischen Basketballer haben in China nach 2006 zum zweiten Mal den Weltmeistertitel gewonnen. Das Team um NBA-Meister Marc Gasol von den Toronto Raptors bezwang Argentinien im Finale um Gold am Sonntag in Peking 95:75 (43:31) und beendete die Hoffnungen der Südamerikaner auf einen Überraschungscoup. Den Spaniern war 2006 in Japan der erste WM-Triumph gelungen.

          Bester Werfer der Spanier war Aufbauspieler Ricky Rubio (Phoenix Suns) mit 20 Punkten, für Argentinien mit dem enttäuschenden Routinier Luis Scola reichte es nicht zum zweiten WM-Triumph nach 1950. Bester Werfer der Gauchos war Gabriel Deck mit 24 Punkten. Bronze gewann Frankreich wie 2014 mit einem 67:59 (21:30)-Erfolg gegen Australien. Deutschland beendete die WM auf dem ernüchternden 18. Platz.

          Gasol schaffte es erst als zweiter Spieler, im gleichen Jahr NBA-Champion und Weltmeister zu werden. Zum bislang einzigen Mal war dies 2010 Lamar Odom gelungen, nach dem Triumph in der Liga mit den Los Angeles Lakers holte der heute 39 Jahre alte Small Forward damals in der Türkei mit dem Team der Vereinigten Staaten den Titel.

          Argentinier verschlafen die Anfangsphase

          Argentinien um den flinken Spielmacher Facundo Campazzo von Real Madrid, in den heimischen Medien als Maradona des Basketballs gehuldigt, brachte seine Offensive in der Anfangsphase überhaupt nicht ins Rollen. Die hellwachen Spanier, die zwei Tage zuvor Australien im Halbfinale nach zweimaliger Verlängerung niedergekämpft hatten (95:88), nutzten die Schwäche konsequent aus und verschafften sich schnell ein Polster (14:2). Nach einer Auszeit von Trainer Sergio Hernandez zeigten die Südamerikaner kurzzeitig ihr Potenzial, ließen den Gegner nach dem Zwischenspurt aber wieder davonziehen.

          „Wir haben nicht die größten und nicht die athletischsten Spieler. Deshalb müssen wir klug agieren“, hatte Hernandez vor dem Endspiel gesagt. Es funktionierte überhaupt nicht. Spanien dominierte bei den Rebounds, verteidigte stark und zwang die Argentinier zu schwierigen Würfen. Der dreimalige Europameister um die Routiniers Gasol und Rudy Fernandez (beide 34), die bereits beim ersten WM-Triumph dabei gewesen waren, überzeugte mit einer geschlossenen Teamleistung. Auch nach der Pause fanden die im bisherigen Turnierverlauf ungeschlagenen Argentinier überhaupt kein Mittel. Der langjährige NBA-Profi Luis Scola (39), der gerade im Viertelfinale gegen Vizeweltmeister Serbien mit 20 und im Halbfinale gegen Frankreich mit 28 Punkten geglänzt hatte, war kaum ein Faktor.

          Frankreich holt sich wie 2014 Bronze

          Die erfahrenen Spanier kontrollierten das Spiel, schon lange vor der Schlusssirene war die Sache entschieden. Für die Spanier war es das fünfte Gold und die insgesamt achte Medaille bei einem Großereignis in den vergangenen 15 Jahren. Dreimal gewannen sie in dieser Zeit die EuroBasket (2009, 2011, 2015) und holten einmal Silber (2007), dazu kommt zweimal Silber bei Olympischen Spielen (2008, 2012).

          Vor dem Endspiel hatte Frankreich wie vor fünf Jahren Bronze geholt. Im kleinen Finale setzte sich der frühere Europameister 67:59 (21:30) gegen Australien durch. Die „Boomers“ schafften es auch bei der 18. WM nicht, ihre erste Medaille zu holen. Die Franzosen, die nach dem Viertelfinalsieg über Titelverteidiger Amerika etwas überraschend an den Argentiniern gescheitert waren, kämpften sich nach einem 15-Punkte-Rückstand zurück ins Spiel. Nando de Colo (19 Punkte) und NBA-Profi Evan Fournier von Orlando Magic (16) waren die Wegbereiter zum Erfolg. Bei den Australiern kam Joe Ingles als bester Werfer auf 17 Punkte. Frankreich lag zeitweise bereits mit 15 Punkten hinten, kämpfte sich im Schlussviertel aber zurück.

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