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Mittelmeer : Bereits 1370 Flüchtlinge in diesem Jahr ertrunken

  • Aktualisiert am

Diese Flüchtlinge wurden im März gerettet. Bereits 1370 Menschen hatten dieses Jahr nicht so viel Glück. Bild: dpa

Die Anzahl der Flüchtlinge, die bei der Überfahrt über das Mittelmeer gestorben sind, ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Hoch bleibt sie dennoch – wohl auch in Zukunft.

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          In diesem Jahr sind bereits 1370 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer ertrunken. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind dies fast 25 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres, was darauf zurückzuführen sei, dass sich deutlich weniger Menschen auf den Weg von der Türkei nach Griechenland machten. Im Mai kamen der Organisation zufolge bislang 13 Migranten auf dem Meer ums Leben. Im vergangenen Jahr waren es in dem Monat 95 und im Mai 2014 noch 330 Tote gewesen.

          Zwischen der EU und der Türkei gilt ein Abkommen, wonach illegal auf den griechischen Inseln ankommende Flüchtlinge wieder in die Türkei zurückgeschickt werden. Die Vereinbarung steht allerdings zwei Monate nach ihrem Start bereits auf der Kippe.

          Den italienischen Behörden zufolge wurden am Montag rund 2600 Flüchtlinge in Sicherheit gebracht, die sich auf den Weg von Nordafrika nach Europa gemacht hatten. Rettungskräfte und Organisationen mehrerer Länder hätten die Menschen teils aus kleinen Schlauchbooten aufgenommen, teilte die italienische Küstenwache am Montagabend mit.

          Aufhören werden die gefährlichen Überfahrten über das Mittelmeer allerdings nicht. Im Bürgerkriegsland Libyen halten sich nach Angaben der IOM derzeit mindestens 700.000 und möglicherweise sogar bis zu einer Million Flüchtlinge und Migranten auf. „Es weiß allerdings niemand, wie viele von ihnen nach Europa wollen“, sagte IOM-Missionschef für Libyen, Othman Belbeisi, am Dienstag. In diesem Jahr gelangten bereits knapp 34.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer von Libyen nach Italien.

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