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Europaparlament : AfD nähert sich fremdenfeindlichem Front National

  • Aktualisiert am

Marcus Pretzell ist Vorsitzender des NRW-Landesverbandes der AfD und Lebensgefährte von Frauke Petry. Bild: dpa

Die zwei AfD-Abgeordneten im Europäischen Parlament sind gezwungen die Fraktion zu wechseln. Während von Storch zu den Europa-Kritikern geht, gibt Petry-Lebensgefährte Pretzell jetzt bekannt, dass er sich dem Front National anschließt.

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          Der AfD-Abgeordnete Marcus Pretzell will sich im Europa-Parlament dem französischen Front National (FN) und anderen teils fremdenfeindlicher Parteien anschließen. Er wolle Mitglied der Fraktion Europa der Nationen und der Freiheit (ENF) werden, kündigte der Lebensgefährte von AfD-Chefin Frauke Petry am Samstag auf dem Parteitag in Stuttgart an. Das große Ziel müsse sein, Politik auf nationaler Ebene betreiben zu dürfen, begründete er den Anschluss an die EU-skeptische Fraktion.

          Zur ENF gehören neben dem FN auch die Freiheitspartei des niederländischen Islam-Gegners Geert Wilders, die italienische Lega Nord und die rechtspopulistische FPÖ aus Österreich. Pretzell wollte ursprünglich, dass der Parteitag über seine Mitgliedschaft in der ENF abstimmen sollte. Dies lehnte eine Mehrheit der über 2400 Mitglieder ab, um Zeit zu sparen. Daraufhin kündigte der NRW-AfD-Chef den Anschluss an die Parteiengruppe an.

          In der AfD ist eine Zusammenarbeit mit der FN umstritten. So hatte etwa Parteichef Jörg Meuthen Vorbehalte geäußert. Die zweite AfD-Abgeordnete im EU-Parlament, Beatrix von Storch, war bereits früher in die Fraktion Europa der Freiheit und der direkten Demokratie (EFDD) gewechselt, zu der auch die EU-skeptische britische Partei Ukip um Nigel Farage gehört. Pretzell und von Storch sind die letzten beiden AfD-Abgeordneten im Europäischen Parlament; die drei weiteren sind zur neugegründeten Alfa-Partei gewechselt. Es ist ungewöhnlich, dass diese zwei verbliebenen unterschiedlichen Fraktionen angehören.

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