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Ägypten : Weiteres Urteil gegen Mursi gekippt

  • Aktualisiert am

Der frühere ägyptische Präsident Muhammad Mursi in einer Gefängniszelle (Archivbild 2015) Bild: Reuters

In der vergangenen Woche hat das oberste ägyptische Berufungsgericht das Todesurteil gegen den ehemaligen Präsidenten Mursi aufgehoben. Jetzt hat es auch die lebenslange Haftstrafe gegen ihn kassiert.

          Nach einem Todesurteil hat Ägyptens höchstes Gericht auch eine lebenslange Haftstrafe gegen den früheren Präsidenten Muhammad Mursi aufgehoben. Das teilte das oberste ägyptische Berufungsgericht am Dienstag in Kairo mit. Der Prozess um mutmaßliche Spionage für die palästinensische Extremistenorganisation Hamas muss nach dieser Entscheidung neu aufgerollt werden. In dem Spionagefall war Mursi zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

          Bereits in der vergangenen Woche hatten die Richter ein Todesurteil gegen Mursi aufgehoben. Hintergrund dieser Verurteilung war ein Massenausbruch aus einem Gefängnis im Jahr 2011, an dem er beteiligt gewesen sein soll.

          Der 65 Jahre alte Mursi ist ein Vertreter der fundamentalistischen Muslimbrüder und wurde 2012 erster frei gewählter Präsident des Landes. Nach Massenprotesten gegen ihn stürzte ihn die Armee ein Jahr später. An einem einzigen Tag töteten Sicherheitskräfte Hunderte Anhänger des Islamisten.

          Seitdem geht das Land mit harter Hand gegen die Muslimbruderschaft vor, die als Terrorgruppe verboten ist. Tausende Muslimbrüder wurden verhaftet und in Massenprozessen zum Teil zum Tode verurteilt. Menschenrechtler kritisieren das Vorgehen als politisch motiviert. Dagegen hat die Regierung erklärt, sich nicht in Angelegenheiten der Justiz einzumischen.

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