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F.A.Z.-Kongress : „Die Wachstumsgeschwindigkeit in Frankfurt ist noch moderat“

Dunkle Wolken über dem Wirtschaftsstandort Frankfurt? Bild: dpa

Auf dem F.A.Z.-Kongress diskutieren Branchenkenner über Frankfurt als Wirtschaftsstandort – und sehen angesichts des internationalen Wettbewerbs großen Aufholbedarf.

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          Was macht Frankfurt aus? Die einen verbinden mit der Stadt die Banken, die anderen die Mischung aus Urbanität und Grün. Wer schon länger in der Stadt lebt, kann sich kaum vorstellen, dass die Stadt noch viel stärker wachsen kann. Doch zumindest für die Stadt als Wirtschaftsstandort gilt: Es gibt noch Potential. „Ewiges Wachstum? – Die Perspektiven der Witschaft im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main" lautete die Veranstaltung, zu der unter der Moderation von F.A.Z.-Redakteur Manfred Köhler gleich mehrere Kenner der Frankfurter Wirtschaftsszene diskutierten.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Der Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH, Detlef Braun, sprach sich dafür aus, dass Frankfurt dringend weiterhin als Standort wachsen müsse, und das aus gleich mehreren Gründen. Nicht zuletzt befinde sich die Stadt in einem ständigen Wettbewerb mit anderen internationalen Metropolen. „Verglichen etwa mit Shanghai ist die Wachstumsgeschwindigkeit in Frankfurt noch moderat.“ 

          Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, Oliver Schwebel, forderte vor allem einen stärkeren Blick auf die Region. Dazu bedürfe es jedoch besserer Verkehrsanbindungen zwischen den einzelnen Städten. „Wir müssen den Menschen vermitteln, dass Frankfurt mehr ist als bloß der Flughafen. Im Grunde genommen müsste jeder Frankfurter Botschafter sein.“

          Die interessantesten Aspekte brachte Marlene Haas ein, Geschäftsführende Gesellschafterin der „Lust auf besser Leben GmbH“. Auf dem Podium vertrat sie die Start-Up-Szene, die in Frankfurt längst nicht den Stellenwert habe wie etwa Berlin. „Frankfurt hat sich noch immer nicht entschieden, was es eigentlich für eine Gründungskultur will", sagte sie. Hinsichtlich der Finanzierung könne es nicht sein, dass man mit einer bestimmten Biographie "gar nicht herankommt an bestimmte Töpfe". Zudem sei Frankfurt noch immer zu teuer für junge Unternehmen. In Berlin seien die Kosten inzwischen zwar auch angestiegen, aber es habe sich über Jahre eine Infrastruktur entwickeln können. „Das muss Frankfurt aufholen.“  

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