https://www.faz.net/-gpc-9l07u

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

FAZ.NET-Sprinter : Grüße aus dem 17. Jahrhundert

Unser Sprinter-Autor: Timo Steppat Bild: Robert Wenkemann

In Großbritannien bremst eine 415 Jahre alte Regelung die Brexit-Pläne der Regierung May aus. In Deutschland widmet man sich stattdessen lieber den Themen der Zukunft. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          2 Min.

          Knapp elf Tage noch. Sollte Großbritannien sich bis dahin nicht auf einen Deal mit der EU geeinigt haben, wird der Austritt am 29. März um 23 Uhr rechtskräftig. Eine Abstimmung, die für heute avisiert war, ist abgesagt. Theresa May hätte das Parlament gerne noch ein drittes Mal über das Verhandlungsergebnis mit der EU abstimmen lassen, aber da widersprach Parlamentspräsident John Bercow gestern. Er lehnte eine weitere Abstimmung mit dem Verweis auf eine Regelung ab, die seit 1604 gilt: Danach widerspreche es der „vernünftigen Zeitgestaltung des Hauses“ und dem Respekt vor dem Parlament, abermals über dieselbe Vorlage abzustimmen. Grüße aus dem 17. Jahrhundert – kurz bevor May am Donnerstag nach Brüssel reist. Dort diskutieren die 27 Staats- und Regierungschefs der EU bis einschließlich Freitag über ihre Zustimmung für eine Fristverlängerung. Einfach wird es nicht, denn der Aufschub muss einstimmig beschlossen werden.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Der mutmaßliche Täter von Utrecht ist gefasst. Gökmen T. steht unter Verdacht, drei Menschen in einer Straßenbahn erschossen, fünf weitere schwer verletzt zu haben. Lange war gestern unklar, ob es sich um einen terroristischen Hintergrund handelt, oder um eine Beziehungstat, was die Polizei auch bis zuletzt nicht ausschließen wollte. Bei der Festnahme lautete der Verdacht auf Terror als Motiv. Der Mann ist den Behörden bekannt: Wegen versuchten Mordes, Trunkenheit am Steuer, Beleidigung und Ladendiebstahls ist er verurteilt – in zwei Wochen sollte ein Verfahren wegen Vergewaltigungsvorwürfen beginnen, gab das Innenministerium bekannt. Die Kommunalwahlen, die für Mittwoch geplant waren, sollen laut Ministerpräsident Rutte nicht verschoben werden – dass die Ereignisse aber einen Einfluss haben werden, ist wahrscheinlich.

          Anja Karliczek eröffnet heute Abend in Berlin in einer feierlichen Veranstaltung das Wissenschaftsjahr 2019 zu Künstlicher Intelligenz. Anja wer? Genau, es geht Ihnen wie vielen Deutschen, Sie kennen die Bundesbildungsministerin nicht. Als sie vor einem Jahr das Amt übernahm, war das eine echte Überraschung – die einen glaubten, sie könnte im verfahrenen Streit zwischen Ländern, Unis und Wissenschaftseinrichtungen etwas bewegen. Die anderen rümpften die Nase, dass sie als Studentin nie eine Uni von innen gesehen habe (Fernstudium). Aber auch abseits von Dünkel tat und tut sie sich schwer, wie meine Kollegin Heike Schmoll beschreibt. Karliczeck wollte „lernen, lernen, lernen“, offen sein, zuhören – aber ihre fehlende Qualifikation als Bildungspolitikerin ist zum Problem geworden. Wieso, das lesen Sie anhand vieler Bespiele im Porträt in F+.

          Sprinter – der politische Newsletter der F.A.Z.
          Sprinter – der Newsletter der F.A.Z. am Morgen

          Starten Sie den Tag mit diesem Überblick über die wichtigsten Themen. Eingeordnet und kommentiert von unseren Autoren.

          Mehr erfahren

          Und sonst? 

          Beginnt heute in Mainz die Versteigerung der 5G-Mobilfunklizenzen, neben Telekom, Vodafone und O2 will auch 1&1 Drillisch mitbieten. Verkündet das Oberverwaltungsgericht Münster sein Urteil: Drei Jemeniten und ein Somalier klagen gegen die Bundesrepublik wegen der Unterstützung der Vereinigten Staaten bei tödlichen Drohnenangriffen. Besucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Thüringen, um in Nordhausen, Greußen und Sondershausen über die Zukunft ländlicher Räume zu sprechen.

          Die Nacht in Kürze

          Wenn Frauen in der Schwangerschaft trinken, kann das schwere Behinderungen beim Kind nach sich ziehen. Einer Münchner Studie zufolge wurden die Folgen des Passivtrinkens bisher zahlenmäßig unterschätzt.

          War es ein Terroranschlag oder ein gezielter Angriff auf bestimmte Personen? Am Tag nach den Schüssen von Utrecht geht die Suche nach dem Motiv weiter. Die Polizei nimmt laut eines Zeitungsberichts einen dritten Verdächtigen fest.

          Nordrhein-Westfalens Ministerspräsident Armin Laschet stemmt sich gegen die Pläne des Bundesfinanzministers zur Kürzung von Flüchtlingshilfen. Der Vorstoß von Olaf Scholz provoziere „Steuererhöhungen wegen der Flüchtlinge“.

          Abonnieren Sie hier den kostenfreien politischen und wirtschaftlichen Newsletter F.A.Z. Sprinter. Der kompakte Überblick über alles, was am Tag wichtig wird. Immer werktags um 6.30 Uhr.

          Weitere Themen

          And the winner is ...

          F.A.Z.-Sprinter : And the winner is ...

          Während in Großbritannien heute Nacht Boris Johnson seine Mehrheit ausgebaut hat, gehen die Klimaverhandlungen in Madrid in die Verlängerung. Sehr bald beendet könnten die Ermittlungen zum „Isarmord“ sein. Der F.A.Z.-Sprinter.

          „Lügner“ gegen „Marxist“

          F.A.Z.-Sprinter : „Lügner“ gegen „Marxist“

          Großbritannien wählt, der Maut-Untersuchungsausschuss nimmt Scheuer in die Zange – und der EU-Gipfel in Brüssel berät über Von der Leyens „Green Deal“. Das Wichtigste des Tages steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Topmeldungen

          Nach Wahlsieg für Tories : Der nächste Boris

          Sein Versprechen an die neuen Tory-Wähler ist auch eine Verpflichtung für Boris Johnson. Nach seinem fulminanten Wahlsieg könnte der britische Premierminister deshalb ganz anders daherkommen als gewohnt.

          „Get Brexit done“ : Die Sehnsüchte sind vom Tisch

          Großbritannien hat sich entschieden: Boris Johnson bleibt Premierminister – und soll das endlose Brexit-Thema schnell beenden. F.A.Z.-Außenpolitikchef Klaus-Dieter Frankenberger ordnet im Video das Labour-Desaster und den großen Sieg der Konservativen ein.
          Allein geht es nicht: Der Rapper Kollegah kann sich forsche Töne leisten, weil er einen Beschützer hat.

          Familienclans und Rocker : Die „Rücken“ der Rapper

          Rapper in Deutschland haben oft mit kriminellen Milieus zu tun. Sie lassen sich von Rockern und Clans beschützen. Wenn die Hintermänner streiten, wird es gefährlich. Ein Einblick in die Welt von Kollegah, Capital Bra und Bushido.

          EU-Gipfel in Brüssel : Polen stellt sich quer

          Der EU-Gipfel sagt zu, die EU bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen – ausgenommen Polen. Warschau blockiert so das erhoffte Signal zum Ende der Klimakonferenz in Madrid.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.