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3:1 bei Manchester City : Münchner Machtdemonstration

Weiter auf Kurs: Die Bayern siegen mit Franck Ribery Bild: dpa

Bayern München zeigt einem Herausforderer in der Champions League die Grenzen auf. Bei Manchester City gewinnt der Titelverteidiger mit 3:1. Damit können die Bayern schon fast mit dem Gruppensieg planen.

          Vor dem Spiel hatten sie sich Mut eingeredet in England. Die Deutschen hätten  eine gute Saison hingelegt, „das letzte Jahr war ein deutsches Jahr, mit zwei  Teams im Finale der Champions League“, sagte Manuel Pellegrini, der neue  Trainer von Manchester City. „Aber das heißt nicht, dass der deutsche Fußball  dem Rest weit voraus wäre“. Das Spiel selber sprach dann eine ganz andere  Sprache - es zeigte, dass der Vorsprung seit dem Triple-Erfolg des FC Bayern  womöglich noch gewachsen ist, zumindest der auf die englischen Klubs. Bei ihrem  überlegenen 3:1-Sieg bei Manchester City lieferten die Münchner am Mittwoch abend eine achtzigminütige Demonstration der Überlegenheit, wie sie seit langem  kein Team der Premier League mehr auf eigenem Platz erleiden musste. „Am Ende  haben wir es uns selber noch ein bisschen schwer gemacht“, sagte Thomas Müller,  „aber jeder hat gesehen, dass das heute verdient war. So wie wir spielen, macht  das glücklich“.

          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Als hilflose Statisten erlebten die Engländer um ihren schwachen Torwart Joe  Hart die Treffer von Franck Ribéry (7. Minute), Thomas Müller (56.) und Arjen  Robben, ehe erst nach dem 1:3 durch den eingewechselten Alvaro Negredo (80.)  die Bayern doch noch ein wenig ins Wanken gerieten. Nach einer Unachtsamkeit  seiner Vorderleute konnte Bayern-Verteidiger Jerome Boateng in der 86. Minute  den freigespielten Yaya Touré nur noch mit einem Foul aufhalten und sah dafür  gemäß der Notbremse-Regel die Rote Karte. Der folgende Freistoß von David Silva  krachte an die Latte, und die Bayern brachten den verdienten Sieg über die  Zeit.

          Nun reichen ihnen voraussichtlich schon zwei Siege in den beiden  folgenden Partien gegen die bisher punktlosen Pilsener, um bereits nach vier von sechs Vorrundenspielen die K.o.-Runde der Champions League zu erreichen.

          Lahm bleibt im Mittelfeld

          Für das City-Spiel hatte sich Trainer Pep Guardiola zum fünften Mal in fünfzehn  Tagen eine neue Rotationsvariante für sein Überangebot an Mittelfeldspielern  überlegt. Gegen Moskau vor zwei Wochen hatte Schweinsteiger nicht in der  Startelf gestanden, gegen Schalke traf es Müller, gegen Hannover Ribéry und  Robben, zuletzt gegen Wolfsburg Toni Kroos. Wer von ihnen würde diesmal  aussetzen müssen, oder würde Philipp Lahm aus dem Mittelfeld wieder zurück auf  die angestammte Position auf der rechten Abwehrseite zurückkehren?

          Auftakt nach Maß: Franck Ribery trifft zum 1:0

          Nichts von alledem - Lahm  blieb, wo er bisher war, sein Abwehrvertreter Rafinha ebenso, und alle anderen  Genannten durften ebenfalls mitmachen. Wie das möglich war? Ganz einfach,  Guardiola entschied, dass im bayrischen Reise-nach-Jerusalem-Spielchen um die  Plätze diesmal kein Stuhl mehr frei war für einen ganz anderen, für Mario  Mandzukic.

          Der Verzicht auf den fleißigen Torlieferanten und verlässlichen  vordersten Verteidiger auf der Position des Mittelstürmers schien so deutlich wie nie zuvor in seinen bisher 100 Tagen als Bayern-Trainer Guardiolas  Barcelona-DNA zu verraten - das Spiel ohne nominellen Stoßstürmer, dessen Wirkung stattdessen abwechselnd die Vorstöße von Akteuren aus dem dicht  besetzten Mittelfeld übernehmen sollen.

          Guardiola hatte das richtige Händchen

          Im Bauplan für Manchester war es dann letztlich Müller, der die Rolle des Frontmannes von Mandzukic übernahm. Und Guardiola hatte das richtige Händchen. Die taktische und technische  Überlegenheit der Bayern überforderte Manchester City von der ersten Minute  an. Die Engländer fanden keinerlei Konzept, Bayern beherrschte Ball und Gegner  - die erste Halbzeit war mit rund 75 Prozent Ballbesitz für den Triple-Sieger  eine Demonstration der Dominanz, aber noch nicht eine der  Torgefahr.

          Typischer Müller: Der Bayern-Stürmer schießt zum 2:0 ein

          Bezeichnenderweise benötigten die Bayern eine Unaufmerksamkeit von  Torwart Joe Hart, der in der 7. Minute noch nicht auf der Höhe war. Der  englische Nationalkeeper, der schon bei der überraschenden 2:3-Niederlage bei  Aston Villa am Samstag das entscheidende Tor durch eine lethargische  Abwehraktion mitverschuldet hatte, ließ Ribérys Weitschuss aus halblinker  Position aus rund 22 Metern über seine ausgestreckte Hand ins kurze Eck  rutschen - der Ball war hart getroffen, aber für jeden Profitorwart haltbar.

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