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: 2009 noch Steuern sparen

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Am 1. Januar sinkt die Einkommensteuer, und wenn der Bundesrat zustimmt, auch die Steuer auf Schenkungen an Geschwister. Das sollten Steuerzahler nutzen und bis zum Jahreswechsel entsprechend disponieren, um Steuern zu sparen.

          2 Min.

          Von Dyrk Scherff

          Am 1. Januar sinkt die Einkommensteuer, und wenn der Bundesrat zustimmt, auch die Steuer auf Schenkungen an Geschwister. Das sollten Steuerzahler nutzen und bis zum Jahreswechsel entsprechend disponieren, um Steuern zu sparen.

          Schenkungen verschieben. Wer seiner Schwester, Bruder oder deren Kindern, Onkel oder Tante Geld schenken will, sollte das lieber erst im Januar tun. Denn jenseits des Freibetrags von 20 000 Euro (für einen Zeitraum von zehn Jahren) fallen Steuern an - und die sinken wohl am 1. Januar. Statt bisher 30 und 50 Prozent abhängig vom Wert der Schenkung müssen die Beschenkten dann nur noch 15 bis 43 Prozent abgeben. Für alle anderen Beschenkten bleiben die Steuersätze gleich.

          Einnahmen verschieben. Alle steuerpflichtigen Einnahmen, die verschiebbar sind, sollten ins kommende Jahr verschoben werden. Dann können sie zum niedrigeren Einkommensteuersatz versteuert werden. Dazu gehören etwa Abfindungen, Provisionen oder Sonderzahlungen wegen guter Leistungen. Für Selbständige gilt: Rechnungen erst im Januar stellen.

          Ausgaben vorziehen. Alle Ausgaben, die die Steuerlast mindern, sind in diesem Jahr sinnvoller als im nächsten. Denn in diesem Jahr sind noch höhere Steuern zu bezahlen. Daher sollten Ausgaben, die ohnehin bald fällig werden, noch 2009 vorgenommen werden. Das kann der Kauf eines Computers sein. Oder die Anschaffungen für das häusliche Arbeitszimmer. Denn obwohl das Zimmer selbst nicht mehr absetzbar ist, kann die Ausstattung geltend gemacht werden. Also: den neuen Schreibtisch, Stuhl oder zusätzliche Regale jetzt kaufen. Selbständige können auch die Büromiete für Januar schon jetzt bezahlen. Sie können Ausgaben ab dem 1. Euro absetzen, Arbeitnehmer nur die Beträge über dem Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro.

          Gesundheitskosten absetzen. Wer 2009 oft zum Arzt oder gar ins Krankenhaus musste und dabei viele Ausgaben hatte, die seine Krankenkasse nicht übernimmt, kann das steuerlich geltend machen. Allerdings muss er eine Mindestsumme selbst tragen. Die Höhe hängt vom Einkommen ab. Ist der sogenannte Eigenbeitrag überschritten, kann der Versicherte weitere Ausgaben absetzen, die er noch dieses Jahr tätigt, zum Beispiel für eine neue Brille. Macht er das erst 2010, kann es passieren, dass die Brille nicht mehr steuerlich absetzbar ist, weil er den Mindesteigenbetrag nicht überschreitet. Umgekehrt sollte er die Brille erst nächstes Jahr kaufen, wenn er die Schwelle 2009 unterschreitet und 2010 vielleicht größere Gesundheitsausgaben anstehen.

          Steuerklassen prüfen. Wird ein Ehepartner 2010 voraussichtlich Sozialleistungen beziehen, sollte er überlegen, noch dieses Jahr in die günstigste Steuerklasse III zu wechseln. Dann steigt sein Nettolohn und damit im nächsten Jahr die Höhe der Sozialleistungen wie Eltern-, Kranken- oder Arbeitslosengeld. Denn sie errechnen sich oft am Nettolohn.

          Versöhnungsversuch starten. Eheleute, die in Trennung leben, sollten auch aus steuerlichen Gründen über einen Versöhnungsversuch nachdenken. Ziehen sie noch dieses Jahr wieder zusammen, können sie für das ganze Jahr 2009 vom Ehegattensplitting profitieren - selbst wenn sie im Januar wieder auseinanderziehen. Für glücklich Frischvermählte gilt: Nur die kirchliche Hochzeit reicht nicht, um vom Splitting zu profitieren. Sie sollten bis Jahresende die standesamtliche Trauung nachholen.

          Einkommen der Kinder. Das Kindergeld wird gestrichen, wenn die Kinder mehr als 7680 Euro im Jahr verdienen. Das kann bei größeren Schenkungen zu Weihnachten zusammen mit Bafög, Zinseinnahmen oder Ferienjobs schnell überschritten werden. Dann eventuell die Schenkung ins nächste Jahr verschieben.

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