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Kindesmissbrauch : „Ich hab dich arg lieb“

Eine Puppe in einem Kinderzimmer in Kassel. S. hatte sein Zuhause mit Spielsachen und Betten für seine Opfer eingerichtet. Bild: dpa

Ein Arzt missbrauchte jahrelang Kinder. Seine Kollegen ahnten so etwas. Doch der Klinikleiter griff nicht ein. Schließlich nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Aber die Betroffenen wurden nicht informiert. Wie konnte es so weit kommen?

          9 Min.

          Am saarländischen Uniklinikum missbrauchte ein Arzt jahrelang Kinder. Viele Kollegen wussten Bescheid. Sie schrieben einen anonymen Brief, informierten die Klinikleitung. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, die Ärztekammer wurde informiert, ebenso die Landesregierung. Doch niemand informierte die betroffenen Familien. Wie konnte es dazu kommen?

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Das versucht nun ein Untersuchungsausschuss im saarländischen Landtag aufzuklären. Die Abgeordneten forderten dafür umfangreiches Aktenmaterial vom Klinikum, der Staatsanwaltschaft, von Ministerien, der Ärztekammer und von Jugendämtern an. Mitte November findet die erste öffentliche Sitzung statt, da geht es zunächst um mögliche Verfehlungen der Klinikleitung. Der Hauptbeschuldigte wird sich dabei nicht rechtfertigen können, er ist tot.

          Matthias Hyazinth S., geboren 1980, war ein zarter, jugendlich wirkender Mann. Nach dem Studium im saarländischen Homburg kam er 2010 ans Universitätsklinikum des Saarlands in die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Dort wollte er Facharzt werden.

          Von der Station für Jugendliche wurde er bald abgezogen. Mit denen kam er nicht zurecht. Die ließen sich nicht alles gefallen. Er kam an die „Ausscheidungsambulanz“. Da werden Kinder wegen Einkotens oder Einnässens behandelt. Bald galt S. dort unter Kollegen als „Scheinkönig“.

          Anale Untersuchungen ohne Handschuh

          Denn er behandelte immer die meisten Patienten. Rund 120 pro Quartal. Kollegen bemerkten, dass S. auffällig viele Einläufe legte. Bei vielen Kindern stellte er eine angebliche Verklebung der Vorhaut fest, was er dann behandelte – obwohl das in den meisten Fällen zu Hause in der Badewanne von selbst geht.

          Auch Kinder, die als geheilt galten, behandelte er wieder wegen „Einkotens“. Anale Untersuchungen führte er zum Teil ohne Handschuh durch. Am liebsten allein. Eltern schickte er oft aus dem Zimmer. Manchmal schrien dann drinnen die Kinder. Das wussten viele Kollegen. Sie tauschten sich über Auffälligkeiten aus.

          Als nicht teamfähig und distanzlos beschreiben sie ihn. Sein Lieblingspatient soll ein Neunjähriger gewesen sein. Der kam in die Klinik, weil er nachts einnässte. Um auszuschließen, dass die Probleme körperlicher Art sind, werden die Kinder in der Ambulanz eingangs einmalig untersucht. Wenn eine Auffälligkeit vorliegt, verweist man sie in die Urologie oder die Kinderklinik.

          Bei vielen werden aber psychische Gründe diagnostiziert. Oft sind es labile Kinder. Ein besonders vorsichtiger Umgang ist geboten. S. aber untersuchte den Jungen wie so viele andere Kinder immer wieder genital und rektal, diagnostizierte Erkrankungen, die zuvor nie jemand bemerkt hatte.

          Er nahm Kinder auf den Schoß, verteilte Visitenkarten mit seiner privaten Telefonnummer und dem Hinweis, dass die Kinder sich jederzeit an ihn wenden könnten. In Whatsapp-Chats nannten sie ihn „Matzel Spatzel“. Er schrieb, „ich hab dich arg lieb“ – „dein großer Freund“. Und bat sie wiederholt, die Chats zu löschen. Im Schwimmbad traf er ganz zufällig auf Patienten. Denen half er beim Ankleiden.

          Trotz Hinweisen, kein Eingreifen

          Manche lockte er auch in den Judoverein, in dem er als Trainer arbeitete. Für seine Doktorarbeit verglich er in Studien Kinder aus dem Verein mit jenen von der Uniklinik, das eine war die gesunde Vergleichsgruppe, das andere die kranke. Die Eltern stimmten dem zu.

          Mittwoch Nachmittags trainierte er die „Bambinis“, mittwoch- und freitagabends eine ADHS-Kindergruppe. Mit dem Verein fuhr er auch am Wochenende weg, etwa in die Vogesen. Immer wieder übernachteten Kinder in seiner kernsanierten Scheune in Großbundenbach. Dort hatte er ein Matratzenlager, Spielsachen sowie ein Kinderbett.

          Das sahen auch Kollegen, wenn sie eingeladen waren. Ebenso seinen alten Mercedes mit den verdunkelten Scheiben und Kindersitzen darin. Und sie wussten: S. hatte selbst keine Kinder und lebte allein.

          Schon früh wandten sich Kollegen den Akten zufolge an die Klinikleitung. Im Juni 2011 äußerten sie in einem anonymen Brief den Verdacht, dass S. pädophil sei. Der damalige Leiter der Klinik, Alexander von Gontard, führte daraufhin Gespräche mit S.

          Dieser sollte fortan körperliche Untersuchungen nur im Beisein Dritter durchführen. Ob er sich daran hielt, ist zweifelhaft. Kontrolliert wurde das offenbar nicht. Auch danach wandten sich mehrmals Mitarbeiter an den Klinikdirektor und berichteten über Auffälligkeiten. So verschwanden etwa Fotos von Genitalien aus den Patientenakten. Aber von Gontard ließ den jungen Arzt weiter am Uniklinikum arbeiten.

          Die beiden präsentierten 2013 sogar eine gemeinsame Ausstellung: Fotos, die Kinder aus Asien und Indien zeigen. Die Lokalzeitung berichtete. S. hatte in Kambodscha nach Angaben eines Freundes wiederholt Jungen in ein Hotelzimmer mitgenommen, angeblich, um sie zu fotografieren.

          Die Frage, unter welchen Umständen die Fotos für die Ausstellung entstanden, bleibt unbeantwortet. S. ist tot, und gegen von Gontard läuft nun ein Disziplinarverfahren, nach Angaben der Klinik kann er deswegen nicht auf die an ihn gestellten Fragen antworten.

          95 Prozent der Untersuchungen „medizinisch nicht indiziert“

          Trotz all der Hinweise seiner Mitarbeiter stellte von Gontard S. noch im Dezember 2013 ein hervorragendes Zwischenzeugnis aus. Darin heißt es, der junge Arzt habe sich „besondere Kompetenzen“ erworben, er arbeite „gründlich und absolut verlässlich“, zeige sich als „wacher Geist“, sein persönliches Verhalten sei „stets einwandfrei“ gewesen.

          In einem Weiterbildungszeugnis schrieb von Gontard im September 2014, er halte S. für „uneingeschränkt geeignet, die Facharztbezeichnung im Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie“ zu führen. Von der Leitung der Uniklinik heißt es dazu heute: „Vermutungen und anonyme Hinweise können – sofern diese nicht belegt sind – nicht in Zeugnissen aufgenommen werden.“

          Der Arzt absolvierte dann im Rahmen seiner Facharztausbildung ein Jahr an der Westpfalz-Klinik in Kaiserslautern. Dort arbeitete er nicht mit Kindern und wurde offenbar nicht auffällig. Doch als er an das saarländische Uniklinikum zurückkehren wollte, wurde der Protest der Mitarbeiter wohl zu laut.

          Von Gontard sichtete daraufhin Patientenakten von S. und stellte eine übermäßige Anzahl von Untersuchungen fest, für die es „keine medizinische Veranlassung“ gegeben habe. Zudem anale Untersuchungen oder solche der Vorhaut, die nicht „lege artis“ waren.

          Genaugenommen seien 95 Prozent der Untersuchungen „medizinisch nicht indiziert“ gewesen. So steht es in dem Schreiben der Klinik an die Polizei, mit dem S. Ende 2014 endlich angezeigt wurde – wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Kindern. Am 22. Dezember 2014 kündigte die Uniklinik dem Arzt fristlos.

          Kinderpornographie auf dem Computer von S.

          In der Folge ermittelte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken mehr als anderthalb Jahre lang gegen S. Zu keinem Zeitpunkt informierte sie die betroffenen Familien. Obwohl spätestens nach der Durchsuchung seines Hauses in Großbundenbach im März 2015 der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs eindeutig war.

          Im „Kinderzimmer“ wurden größere Mengen von zum Teil angebrochener Medizin für Kinder sichergestellt. Zudem Kleidung für kleine Jungen: Hosen und Unterhosen der Größen 116 bis 152. Auf den Festplatten der Computer Fotos von Jungen und von S. selbst beim Duschen. Auch Bilder offensichtlichen sexuellen Missbrauchs.

          Manche Fotos machte der Arzt offenbar bei Aktivitäten des Judovereins, andere zu Hause. Viele davon wurden von den Ermittlern als Kinderpornographie eingestuft.

          War man zuvor davon ausgegangen, dass der Arzt vor allem Untersuchungen durchgeführt hatte, die nicht indiziert waren, was Körperverletzung und sexueller Missbrauch gewesen wäre, so ging es nun eindeutig auch um schweren sexuellen Missbrauch.

          Gefunden wurden auch Fotos eines Jungen, den S. bei einem Praktikum in einem anderen Krankenhaus getroffen hatte. Der Junge machte dort eine Traumatherapie, weil sein Vater gestorben war. Er war also extrem verletzlich. S. besuchte die Familie zu Hause, lockte den Jungen nach Homburg.

          Mindestens 44 Fälle von möglichem Missbrauch

          Manche Eltern sagten den Ermittlern später, sie hätten teilweise ein ungutes Gefühl gehabt. Aber der Mann sei ja Arzt gewesen. Also hätten sie ihm vertraut.

          Was genau ihren Kindern widerfuhr, können viele nicht sagen, weil sie sich von S. aus dem Zimmer schicken ließen. Und die Kinder wollen oft nicht darüber reden.

          Nach der Durchsuchung des Wohnhauses wurden die Ermittlungen breiter. Mindestens 44 Fälle von möglichem Missbrauch gab es nun. Wie viele Kinder tatsächlich betroffen waren, ist auch heute noch unklar.

          Im Judoverein wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft nie ermittelt. Und im Klinikum dürfte die Zahl höher sein als angegeben. Die Leitung hatte den Arzt selbst angezeigt. Daraufhin erarbeitete die Polizei einen Fragebogen, anhand dessen nach Angaben der Klinik sämtliche Patientenakten durchgesehen wurden.

          Dann übermittelte die Klinikleitung zunächst 30 Akten mit „Unregelmäßigkeiten“. 27 Jungen, drei Mädchen, alle zwischen sieben und siebzehn. Später kamen noch einige Akten hinzu. Systematisch aber sichteten die Ermittler nie alle Akten.

          Die Staatsanwaltschaft sagt dazu heute: „Anlass zu Zweifeln an den Angaben der Klinik zu den Fällen mit Auffälligkeiten...bestand nicht, zumal die Klinik die Sache zur Anzeige gebracht hatte.“

          Von Gontards Rolle ist fragwürdig

          Dabei war die Rolle des Leiters der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, von Gontard, von Anfang an fragwürdig. Schließlich schien er S. allem Anschein nach nahezustehen, die gemeinsame Ausstellung zeigte das.

          Vielleicht deckte er ihn, schließlich stellte er ihm hervorragende Zeugnisse aus – trotz all der Anschuldigungen. Womöglich betrieb er auch Schadensbegrenzung.

          So sicherte von Gontard der Staatsanwaltschaft wiederholt zu, ihr das anonyme Schreiben zu übergeben, das ihm schon 2011 vorlag. Er tat es nach Angaben der Behörde bis heute nicht.

          Und er sagte den Ermittlern, man wäre dankbar, wenn erst nach Absprache mit der Klinik an die Patienten herangetreten werde. Einige behandele man immer noch; wenn die sich zurückzögen, drohten Rückfälle.

          Zudem dürfte von Gontard auch über die Arbeit seines Angestellten als Trainer im Judoverein Bescheid gewusst haben. Auch dort wurden die Eltern nie offiziell über die Vorwürfe informiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde der Verein über ein Vorstandsmitglied, das Elternteil eines Kindes ist, auf das sich die Ermittlungen bezogen, am 2. Dezember 2015 informiert.

          S. starb im Beisein eines elfjährigen Jungen

          Im Widerspruch dazu heißt es vom Verein in einer Erklärung, der frühere Vorstand sei erst 2016 von einem Elternpaar auf die Vorwürfe gegen S. angesprochen worden. Der Arzt habe die Vorwürfe bestritten, sei danach aber mit sofortiger Wirkung von seinem Traineramt enthoben worden.

          Von der Staatsanwaltschaft heißt es zu dem Vorgang: Für eine Information aller Eltern der in dem Verein trainierenden Kinder habe die Behörde „keine Rechtsgrundlage“ gehabt.

          Als S. im Juni 2016 starb, war ein elf Jahre alter Junge bei ihm, den er ein Dreivierteljahr zuvor im Judoverein kennengelernt hatte. Zehn Stunden verbrachte das Kind allein mit dem Leichnam, traute sich nicht aus dem Haus hinaus.

          Das Festnetz funktionierte nicht, Versuche, mit dem Finger des Toten dessen Handy zu entsperren, schlugen fehl. Erst als seine Mutter anrief, konnte der Junge um Hilfe bitten. Die Todesursache ist unklar, die Staatsanwaltschaft will aus Gründen des postmortalen Persönlichkeitsrechts nichts dazu sagen, doch ist offenbar ein Suizid mit Psychopharmaka nicht auszuschließen.

          Weder Staatsanwaltschaft noch Klinik informierten die Betroffenen

          Nach dem Tod des Arztes stellte die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren ein und ging auf von Gontard zu, er solle mit seiner Rechtsabteilung „klären“, ob nun nicht die Eltern der Kinder „aufgeklärt“ werden müssten.

          Die Justitiarin der Klinik bat daraufhin im Juli 2016, die Vorgehensweise zu „überdenken“. Schließlich habe durch die Einstellung des Verfahrens der Nachweis einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung „gerade nicht geführt werden“ können. Es ist zynisch: Der Tod des mutmaßlichen Täters soll davon entbinden, die Opfer zu informieren?

          Weiter schrieb die Klinik: Gegen eine Information der Patienten spreche auch, dass dies zu „psychischen Belastungen“ der Kinder und bei den Eltern zu „erheblicher Verunsicherung“ führen könnte.

          „Das Ausmaß der sexuellen Übergriffe ist für das einzelne Kind verhältnismäßig gering“ unter Berücksichtigung der Tatsache, dass derlei Untersuchungen „gerechtfertigt sein können“. Demnach wäre es im Sinne der Patienten und Eltern „am günstigsten, wenn die Familien überhaupt nicht kontaktiert würden“.

          Die Staatsanwaltschaft sah das offenbar auch so. Die Eltern wurden nicht informiert. Heute gibt sich die Leitung des Universitätsklinikums reumütig. Direktor Wolfgang Reith schreibt: „Aus heutiger Sicht hätte man die Betroffenen informiert. Damals wurde zum Kindeswohl und Schutz vor weiterer Traumatisierung davon abgesehen.“ Von der Staatsanwaltschaft wiederum heißt es heute, für eine Information der Eltern habe durch den Tod des Beschuldigten die „Rechtsgrundlage“ gefehlt.

          Ergebnis eines Gutachtens: Die Eltern seien zu informieren

          Gewusst von den Vorwürfen hatte auch die Landesregierung seit Beginn der Ermittlungen mindestens in Person von Anke Morsch, SPD, damals Staatssekretärin im Justizministerium und heute Präsidentin des Finanzgerichts im Saarland. Morsch gab die Informationen aber nie an die Staatskanzlei weiter.

          Informationen aus Akten in Strafverfahren dürften nur „sehr eingeschränkt“ weitergegeben werden; „diese Voraussetzungen lagen hier nicht vor“, sagt Morsch heute. Sie habe gewusst, dass weder Staatsanwaltschaft noch Klinikum die Eltern informiert hätten, sei aber „davon ausgegangen“, dass das Universitätsklinikum „seiner zivilrechtlichen Pflicht zur Information nachkommen wird“, so Morsch. Das geschah jedoch nicht.

          Die Staatskanzlei erfuhr angeblich erst am 18. April dieses Jahres, viereinhalb Jahre nach Beginn der Ermittlungen, von dem Skandal. Im kleinen Saarland ist das mindestens erstaunlich.

          Einen Tag später erhielt Annegret Kramp-Karrenbauer nach Angaben einer Sprecherin der Staatskanzlei erstmals „grobe Informationen“. Die heutige CDU-Vorsitzende war Ministerpräsidentin im Saarland, als S. dort am Universitätsklinikum war.

          Im Mai ließ die Staatskanzlei, nun unter Ministerpräsident Tobias Hans, ebenfalls CDU, ein Gutachten erstellen, ob die Eltern zu informieren seien. Ergebnis: Ja.

          Am 19. Juni wurden zunächst die 34 Familien informiert, deren Akten im Klinikum beschlagnahmt worden waren. Kurz danach der Staatskanzlei zufolge auch noch die „rund 300“ weiteren Patienten, die von S. in der Ausscheidungsambulanz behandelt worden waren.

          Ministerpräsident Hans forderte danach eine „lückenlose Aufklärung“ und sagte: „So etwas darf nie wieder passieren.“ Ein Sonderermittler soll nun den Fall aufklären. Ziel sei, „so viele potentiell Betroffene wie irgend möglich informieren zu können und ihnen Hilfe anzubieten“, so eine Sprecherin der Staatskanzlei.

          Außerdem sollten die Abläufe und Strukturen innerhalb des Klinikums beleuchtet sowie Schutzkonzepte gegen sexuellen Missbrauch in Institutionen erstellt werden. Das Universitätsklinikum hat bereits ein neues Konzept entworfen, mit dem der Kinderschutz „weiter verbessert“ werden soll.

          Die Abgeordneten des Landtags wollen den Skandal nun im Untersuchungsausschuss aufarbeiten. Zunächst ist geplant, die damals Verantwortlichen des Klinikums in den Fokus zu nehmen.

          Auskunft geben sollen von Gontard, eine Oberärztin, die Justitiarin sowie der kaufmännische Leiter der Klinik; und zwar zu der Frage, warum S. lange weitgehend unbehelligt weiterarbeiten konnte, obwohl schwere Vorwürfe bekannt waren. Später will der Ausschuss klären, wer die politische Verantwortung trägt.

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