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: Trump distanziert sich von rechten Bewegungen

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          2 Min.

          New York (dpa) - Der designierte US-Präsident Donald Trump bestreitet, rechte Gruppierungen in den USA zu unterstützen. «Ich gebe ihnen keinen Auftrieb, und ich will mit ihnen nichts zu tun haben», sagte Trump der «New York Times». Sein Land sei zutiefst gespalten. Er wolle es einen.

          Trump verteidigte in dem Interview auch seinen künftigen Strategiechef im Weißen Haus, Stephen Bannon, gegen den Vorwurf, dieser sei ein Rassist. «Wenn er Rassist oder ein Rechter oder was auch immer in dieser Richtung wäre, würde ich überhaupt nicht darüber nachdenken, ihn zu beschäftigen.» Bannon steht wegen nationalistischer Verlautbarungen der Seite Breitbart News, deren Chef er war, in der Kritik. Für Trump ist Breitbart aber «im Grunde nur eine Zeitung», sagte er. «Sie behandelt rechte Themen, aber sie behandelt auch linke Themen.»

          Nach einer Konferenz von Neonazis am Wochenende in Washington gefragt, sagte Trump, er verdamme das und wolle nichts damit zu tun haben. Bei dem Treffen hatten Anwesende den Hitlergruß gezeigt und «Heil Trump» gerufen, wie Videoaufzeichnungen belegen.

          Der Präsident der Bürgerrechtsorganisation «Southern Poverty Law Center», Richard Cohen, sagte am Dienstag, Trump könne nicht so tun, «als habe er keine Ahnung, wieso seine Wahl eine neue Verkörperung weißer Nationalisten hervorgebracht hat, die sogenannte Alt-Right-Bewegung.» Die Gründe dafür seien offensichtlich. «Er hat von Beginn an ihren Ton getroffen, als er seine Kandidatur bekannt gab und mexikanische Einwanderer Vergewaltiger nannte.»

          Auf die Frage nach der Zukunft der Republikaner als einer Partei, die in vielen Dingen nicht mit dem zukünftigen Präsidenten übereinstimme, sagte Trump: «Für mich ist es wichtiger, mich um die Menschen zu kümmern, die Donald Trump erwiesenermaßen lieben, und nicht um das Politikervolk.» Die «vergessenen Menschen», wie er sie nenne, «sind klug, sie sind Arbeiter, und sie sind wütend.»

          Einen Konflikt zwischen seinen politischen und Geschäftsinteressen sieht Trump dem Interview zufolge nicht. «Das Gesetz ist vollständig auf meiner Seite», so Trump. «Theoretisch könnte ich meine Geschäfte perfekt führen und auch das Land perfekt führen.» Trotzdem wolle er versuchen, «etwas zu formalisieren», um die beiden Bereiche voneinander zu trennen.

          Auch die Vermutung von Präsident Barack Obama, dass der Republikaner mehr Orientierung im Weißen Haus brauche als gedacht, milderte Trump ab. «Ich denke, er wollte sagen, dass es (die Präsidentschaft) eine überwältigende Aufgabe ist. Aber ich fühle mich von ihr nicht überwältigt.»

          Außenpolitisch will Trump die USA zurücknehmen. «Ich denke nicht, dass wir Staaten aufbauen sollten.» Im Irak hätten die USA das bereits mit wenig Erfolg versucht. «Der Einmarsch in den Irak war einer der größten Fehler in der Geschichte unseres Landes. (...) Wir haben uns falsch zurückgezogen, und dann sind viele schlimme Dinge passiert, einschließlich der Gründung von ISIS.»

          Jetzt müsse das Syrien-Problem gelöst werden, «sonst werden wir einfach ohne Ende immer weiter kämpfen.» Dazu sei auch ein gutes Verhältnis zu Russland und Präsident Wladimir Putin wichtig, sagte Trump. «Es ist eine großartige Sache, dass wir nicht nur mit Russland, sondern auch mit anderen Ländern gut auskommen können.»

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