https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/mann-schiesst-an-arbeitsplatz-in-kansas-um-sich-drei-tote-14091987.html

: Mann schießt an Arbeitsplatz in Kansas um sich: Drei Tote

  • Aktualisiert am

          1 Min.

          Topeka (dpa) - Ein Mitarbeiter hat in einer Gartengeräte-Firma im US-Bundesstaat Kansas drei Menschen erschossen und 14 weitere verletzt. Er selbst wurde von einem Polizisten getötet.

          Er sei eineinhalb Stunden vor der Tat in Hesston mit einem Kontaktverbot belegt worden, sagte der Sheriff von Harvey County, Townsend Walton. Möglicherweise sei das der Auslöser für die Tat gewesen.

          Wer das Kontaktverbot gegen den 38-Jährigen beantragt hatte, sagte der Sheriff nicht. Üblicherweise würden solche Verbote ausgesprochen, wenn es zu Gewalt gekommen sei. Nach einem Bericht eines lokalen TV-Senders handelte es sich um eine Ex-Freundin des Mannes. Sie habe angegeben, dass er sie gewürgt habe, bis sie nicht mehr atmen konnte. Den Antrag stellte sie demnach bereits vor drei Wochen. Sie habe den Täter darin auch als alkoholabhängig und depressiv beschrieben.

          Laut Polizei ist er mehrfach vorbestraft. In der Firma hatte er als Maler gearbeitet. Bevor er am Donnerstag im Gelände eindrang, schoss er schon an mehreren anderen Stellen auf Menschen. Anschließend stahl er sich von einem Opfer das Auto und fuhr zu seiner Firma.

          Der Täter sei von einem einzelnen Polizisten, der als Erster am Tatort eintraf, gestellt und erschossen worden, sagte Walton. «Ich halte den Polizisten für einen Helden, er hat eine Menge Menschenleben gerettet.» Einige der Verletzten waren am Freitag noch in kritischem Zustand.

          Der aus Florida stammende Mann soll sich erst vor kurzem mit zwei Schusswaffen auf seinem Facebook-Profil präsentiert haben. Die Tat verübte er mit einem Sturmgewehr und einer Pistole.

          Die Polizei konnte zunächst nicht sagen, ob er die Waffen legal erworben hatte. Auch zu seinen Vorstrafen machte Walton keine Angaben: «Alles, was ich sagen kann, ist, dass er schon mehrmals in meinem Gefängnis saß.»

          Erst am vergangenen Sonntag hatte ein Mann in Michigan wahllos um sich geschossen und sieben Menschen getötet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bundeskanzler Olaf Scholz hält eine Pressekonferenz mit dem senegalesischen Präsidenten Macky Sall.

          Scholz in Afrika : Auf der Suche nach Gas und Verbündeten

          Die erste Afrikareise des Bundeskanzlers steht unter dem Eindruck des Kriegs in der Ukraine. Es geht um Gas, das nicht aus Russland kommt, und um den Zusammenhalt gegen Moskau.
          Demonstranten verleihen ihrer Wut auf den tunesischen Präsidenten Saïed Ausdruck (Aufnahme vom 15. Mai in Tunis).

          Tunesien : Nationaler Dialog ohne Parteien

          Im letzten Hoffnungsland des Arabischen Frühlings verschärft sich die politische Konfrontation. Präsident Saïed schließt die Parteien vom nationalen Dialog aus.