https://www.faz.net/-hzv-8oocj

: Leichen der vermissten Frauen aus Schwaben gefunden

  • Aktualisiert am

          Augsburg (dpa) - Nach dem Fund von zwei Leichen nahe Augsburg hat sich der Verdacht bestätigt: Es handelt sich um die beiden Frauen aus dem Vorort Gersthofen, die seit dem 9. Dezember verschwunden waren. Sie wurden getötet.

          Die Obduktion der am Mittwoch gefundenen Toten habe die Identität eindeutig bestätigt, sagte Augsburgs Kripochef Gerhard Zintl. Die beiden Leichen hätten etliche Stichwunden. Genau Angaben zur Todesursache machte der Soko-Chef nicht.

          Die Ermittler vermuten, dass ein Nachbar die zwei Lebensgefährtinnen in deren Haus umgebracht und die Wohnung danach gereinigt hat. Der Mann sitzt bereits seit einer Woche wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Der 31-Jährige schweigt bisher zu den Vorwürfen. Die 35-köpfige Sonderkommission werde deswegen auch vorläufig weiterbestehen, betonte Zintl. «Wir sind noch nicht am Ende der Ermittlungen.»

          Er geht davon aus, dass der 31-Jährige die Frauen umgebracht hat, um mit der erbeuteten Bankkarte an das Geld der Opfer zu kommen. Der Mann habe mehrfach im Raum Augsburg und in der tschechischen Landeshauptstadt Prag Geld abgehoben.

          Die Leichen der verschwundenen 49 und 50 Jahre alten Frauen waren etwa zweieinhalb Kilometer von ihrem Wohnhaus entfernt entdeckt worden. Sie waren in der Nähe eines Klärwerks etwa einen Meter tief vergraben. Die Polizei hatte das Gebiet mehrere Tage mit Hundertschaften abgesucht.

          Nachdem die Frauen am 11. Dezember als vermisst gemeldet worden waren, hatte die Polizei ein Verbrechen vermutet und die Soko gegründet. Der Verdacht fiel schnell auf den Nachbarn. In seinem Auto wurden ein Kaufbeleg für einen Spaten sowie Geld aus Bankautomaten entdeckt. Der Spaten wurde inzwischen in der Nähe der Leichen gefunden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der russische Präsident Wladimir Putin und Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, geben sich während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Moskau die Hand.

          Nach Ibiza-Video : Orbán und Putin wenden sich von Strache ab

          In seinem Ibiza-Video hat Heinz-Christian Strache den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán als sein Vorbild bezeichnet. Doch der hat sich nun von Österreichs ehemaligem Vizekanzler distanziert. Auch Putin wendet sich von Strache ab.
          Klimastreik in Turin.

          Klimanotstand : Höllisch, wie das jetzt knallt

          Klimawandel war gestern, heute ist Notstand. Den haben wir zwar nicht den Jungen zu verdanken, aber die schlachten ihn jetzt schwungvoll aus und drängen die Politik in die Ecke. Eine Glosse.