https://www.faz.net/-hzv-85kyl

: «Bild»: Anthrax-Zwischenfall in US-Armeelabor in Deutschland

  • Aktualisiert am

          Berlin (dpa) - Die US-Armee hat laut «Bild»-Zeitung in Deutschland offenbar versehentlich mit aktiven statt inaktiven Sporen des Biokampfmittels Anthrax operiert. Das gehe aus einem E-Mail-Wechsel zwischen der deutschen Botschaft in Washington und US-Militärs vom 24. Juni hervor.

          Darin habe die US-Seite mitgeteilt, dass es bei der Inaktivierung der Keime vorab «Unregelmäßigkeiten» gegeben habe. «Möglicherweise könnten einige Sporen noch aktiv sein», zitiert die Zeitung. Die hoch ansteckenden Keime verursachen die Infektionskrankheit Milzbrand. Sie können Jahrzehnte aktiv bleiben.

          Dem Bericht zufolge sollen die US-Militärs angegeben haben, dass die Anthrax-Sporen 2007, 2009 und 2010 an das Labor der US-Armee in Landstuhl in Rheinland-Pfalz geliefert wurden. Sie seien im Rahmen «mehrerer NATO-Übungen als Proben zur Identifizierung» chemischer, biologischer und nuklearer Kampfstoffe eingesetzt worden, zitierte die Zeitung weiter.

          Das Verteidigungsministerium teilte der Zeitung mit, dass Bundeswehr-Labore nicht damit beliefert worden seien. «Bundeswehr-Mitarbeiter sind nach jetzigem Sachstand nicht gefährdet worden», sagte ein Ministeriumssprecher.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Neue starke Frau der CDU: Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem Parteitag in Hamburg

          CDU : Warum AKK nach dem Kanzleramt greifen muss

          Wenn Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Macht konsolidieren will, muss sie möglichst schnell eine Ablösung von Angela Merkel anstreben. Aber einfach wird das nicht.

          Macron und die Gelbwesten : Der ratlose Präsident

          Mit einer Rede im Fernsehen will Emmanuel Macron die „Gelbwesten“ besänftigen und mit „starken Maßnahmen auf die augenblickliche Wut antworten“. Die Hektik, mit der er vorgeht, zeigt, wie verunsichert er ist.

          Nach EuGH-Entscheidung : EU schließt Brexit-Nachverhandlung aus

          Die EU-Kommission macht abermals klar, dass sich ihre Position hinsichtlich des Trennungsvertrags nicht geändert habe. Der Gerichtshof der Europäischen Union hatte vorher den Gegnern des Brexit Hoffnung gemacht.