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Nach Datendiebstahl : Sammelklage gegen Marriott in Großbritannien

Hacker hatten Marriott ins Visier genommen und sich Zugang zu den Daten von bis zu 500 Millionen Hotelgästen verschafft. Bild: AP

Die Hotelkette wurde 2018 Ziel eines großangelegten Datenraubs. Jetzt soll Marriott Schadenersatz zahlen, weil die Daten der Gäste nicht ausreichend geschützt waren. Ein Musterkläger zieht in London für „Millionen von Hotelgästen“ vor Gericht.

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          Auf den Hackerangriff auf die Hotelkette Marriott folgt eine weitere Sammelklage. Wie der Unternehmer Martin Bryant in seinem Blog mitteilte, hat er „im Namen von Millionen von Hotelgästen“ aus England und Wales, deren persönliche Daten im Internet frei zugänglich waren, Klage vor dem London High Court eingereicht.

          Es sei eine „deprimierend vertraute Situation“ geworden, schreibt Bryant. Man erhalte eine E-Mail von einem Unternehmen, mit der Mitteilung, dass es eine Verletzung der Datenschutzbestimmungen gegeben habe und persönliche Daten gestohlen wurden. Man sei machtlos, die Daten könnten am Ende aber für Identitätsdiebstahl oder Betrug verwendet werden. „Und Sie können nichts dagegen tun“, kritisiert Bryant, der in England Gründer und Inhaber einer Kommunikationsagentur ist. 

          Das Schlimmste, was ein Unternehmen zu befürchten habe, sei ein Bußgeld wegen des Datenschutzverstoßes. Aber wenn das Unternehmen von Kunden, deren Daten sie verloren haben, zur Rechenschaft gezogen würde, sei das eine andere Sache, begründet Bryant den Gang vor Gericht. In seinem Vorhaben, mit dem er alle Gäste mit Buchungen in den Marriott-Hotels und deren Tochtergesellschaften in den Jahren von 2014 bis 2018 anspricht, wird Bryant von der amerikanischen Kanzlei Hausfeld unterstützt. In der Schadenersatzklage werfen die Anwälte dem Hotel-Konzern vor, nicht alles Erforderliche zum Schutz der Gästedaten unternommen zu haben.

          Fachmedien gehen davon aus, dass es sich um eine der größten Sammelklagen in Großbritannien handelt. In den Vereinigten Staaten sieht sich Marriott seit vergangenem Jahr einer vergleichbaren Klage ausgesetzt. Bei dem im Dezember 2018 bekanntgewordenen Angriff sollen sich die Angreifer Zugang zu Daten von 500 Millionen Hotelgästen verschafft haben.

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