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Folgen des VW-Skandals : Der Teufel steckt im Tank

Die Marke VW ist durch den Dieselskandal ganz schön angeschlagen. Bild: dpa

Die Ermittlungen im Diesel-Skandal zeigen, auf welch windige Ideen Volkswagen-Ingenieure kamen, weil sie am Ad-Blue-Tank sparen wollten. Wer muss nun dafür büßen?

          9 Min.

          Der Ursprung eines großen Übels ist manchmal ganz erstaunlich banal. Nach allem, was man jetzt weiß, dürften im Fall des Diesel-Skandals die Tücken von Harnstoff dieser Ursprung gewesen sein, so sehen es jedenfalls staatliche Ermittler. Banaler geht es kaum.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Corinna Budras

          Redakteurin in der Wirtschaft und für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Hätte Volkswagen den Harnstoff besser in den Griff bekommen, hätte es der illegalen Abschalteinrichtungen (Schummel-Software) vermutlich nicht bedurft. Dann hätten die amerikanischen Behörden niemals belogen werden müssen. Und es hätte niemals Klagen gegeben, die in Amerika in milliardenschwere Vergleiche mündeten. Es hätten niemals eine halbe Million Dieselfahrer vor deutsche Gerichte ziehen müssen, niemals hätten Staatsanwälte Anklage gegen frühere und amtierende VW-Vorstände erhoben. Alles wegen des Harnstoffs, bekannt unter dem Handelsnamen Ad Blue, der in Dieselfahrzeugen für den SCR-Katalysator benötigt wird, das nach allgemeiner Ansicht effizienteste Abgasreinigungsystem.

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