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Corona in Afrika : Die Angst vor dem Hunger ist größer

Ende Februar in Kenia: Ein Mann versucht, einen Schwarm Heuschrecken zu verscheuchen Bild: Reuters

Wegen Klimaveränderungen und Heuschreckenschwärmen waren in Afrika schon vor der Pandemie Millionen Menschen von Hunger bedroht. Die Maßnahmen gegen Covid-19 machen die Lage noch schlimmer.

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          Der Alarmruf hätte kaum dramatischer formuliert sein können. Wenn nicht rasch gehandelt werde, drohten in diesem Jahr „mehrere Hungersnöte von biblischem Ausmaß“, verkündete David Beasley, Chef des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) Ende April vor dem UN-Sicherheitsrat.

          Thilo Thielke

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Schon vor der Corona-Pandemie seien 821 Millionen Menschen chronisch hungrig gewesen. Hinzugekommen seien 135 Millionen Menschen, denen „Hunger oder Schlimmeres“ drohe. Infolge der Maßnahmen gegen Covid-19 kämen weitere 130 Millionen hinzu, so dass am Ende dieses Jahres 265 Millionen Menschen „am Rande des Hungertodes“ stehen können. Im schlimmsten Fall könne es in drei Dutzend Ländern, fast alle in Afrika, zu Hungersnöten kommen.

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