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Gastbeitrag von Roland Koch : Jetzt müssen wir unsere Fesseln sprengen

  • -Aktualisiert am

Volkswagen hat die Arbeit im Werk in Wolfsburg wieder aufgenommen. Bild: Reuters

Bald kommt noch ein böses Erwachen: Wir sind alle sehr viel ärmer geworden. Wer Deutschland nun führen will, muss den Markt stärken. Ein Zehn-Punkte-Plan des früheren hessischen Ministerpräsidenten.

          11 Min.

          Die Zeit nach dem Virus wird nicht einfacher als die Zeit mit dem Virus. So wie die Bevölkerung sich die heutige Situation vor Ausbruch der Pandemie nicht vorstellen konnte, wird es wieder ein böses Erwachen geben. Noch herrscht bei vielen der Eindruck vor, wirtschaftlich handele es sich einfach um so etwas wie Betriebsferien und nach deren Ende fingen alle genau da an, wo sie aufgehört haben. Doch das ist leider falsch – und das kommt erst langsam ins Bewusstsein. Wahrscheinlich werden die nur sehr zaghaften Erleichterungen nach der Osterpause als der Zeitpunkt in Erinnerung bleiben, von dem an diese Zäsur ins Bewusstsein gelangte.

          Die Welt, Europa und Deutschland haben nicht nur eine schmerzliche Zahl an Verstorbenen zu beklagen. Wir alle sind in kurzer Zeit sehr viel ärmer geworden. Die Wohlstandsgewinne der vergangenen Jahrzehnte werden gerade aufgebraucht. Die öffentlichen Kassen sind leer, die Schulden sind hoch und die Steuereinnahmen werden dramatisch einbrechen. Viele Unternehmen werden wahrscheinlich gar nicht mehr öffnen, andere werden dann schließen, wenn es die Anmeldepflicht für Insolenzen wieder gibt. Und leider werden viele, sehr viele Unternehmen, wie stark sie auch sind, einen Teil der Belegschaft abbauen müssen.

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