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F.A.Z. exklusiv : Die Frankfurter Awo-Affäre weitet sich aus

Ist wegen der Bezahlung seiner Frau ebenfalls in die Awo-Affäre verwickelt: Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. Bild: Marina Pepaj

Die Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt sieht sich in der Affäre um ungewöhnlich hohe Gehälter immer stärkerem Druck ausgesetzt: Die Sozialdezernentin friert jetzt die Zuschüsse ein – und der Bundesverband fordert lückenlose Aufklärung.

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          Die Frankfurter Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) erhöht den Druck auf den in die Kritik geratenen Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt. Im Gespräch mit der F.A.Z. kündigte die Dezernentin an, dass sie die Verwaltungskostenpauschale so lange einbehalten werde, bis die Awo Einblick in ihre Finanzen gewähre. „Ich werde außerdem eine Sonderprüfung veranlassen, der Träger muss seine Bücher offenlegen“, sagte Birkenfeld.

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Martin Ochmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Hintergrund für die Ankündigung der Dezernentin sind Medienberichte, nach denen Funktionären der Arbeiterwohlfahrt ungewöhnlich hohe Gehälter gezahlt wurden. So soll der 33 Jahre alte Pressesprecher des Kreisverbands ein Jahresbruttogehalt von 100.000 Euro beziehen, leitenden Mitarbeitern sollen zudem äußerst PS-starke Luxuskarossen zur Verfügung gestellt worden sein. Angesichts der Summen und der Privilegien, in deren Genuss führende Awo-Mitarbeiter kommen, will Birkenfeld wissen, woher das dafür aufgewendete Geld stammt. „Wir haben Zweifel, dass mit unseren Mitteln wirtschaftlich gearbeitet wird.“

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