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Kampf gegen Extremismus : Brinkhaus fordert SPD auf, Datenschutzbedenken aufzugeben

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Nach dem Wunsch des Unionsfraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus sollen Sicherheitsbehörden WhatsApp-Chats mitlesen können. Bild: dpa

Ihn beschäftige die steigende Gewaltbereitschaft von Extremisten, sagt der Unionsfraktionsvorsitzende Brinkhaus. Gerade im Digitalen brauchten die Sicherheitsbehörden mehr Befugnisse.

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          Der Unionsfraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) hat die SPD aufgefordert, im Kampf gegen Extremismus Bedenken gegen mehr Befugnisse der Sicherheitsbehörden zurückzustellen. „Mich treibt die Sorge über die gestiegene Gewaltbereitschaft im Bereich des politischen Extremismus um“, sagte Brinkhaus der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor einem Strategietreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Kabinettsmitgliedern ihrer Partei am Sonntag. „Um diese Entwicklung effektiv zu bekämpfen, brauchen wir zeitgemäße Befugnisse für unsere Sicherheitsbehörden.“

          Zur Verhinderung terroristischer oder extremistischer Straftaten müssten die Sicherheitsbehörden auch auf verschlüsselte Kommunikation zugreifen können, die über Messengerdienste wie WhatsApp oder Skype laufe, verlangte Brinkhaus. „Ich erwarte, dass wir hier mit unserem Koalitionspartner bei diesem wichtigen Vorhaben im Sicherheitsbereich vorankommen.“ Knackpunkt bei der stockenden Reform zweier Sicherheitsgesetze ist die Telekommunikationsüberwachung (TKÜ). Hier gibt es auf Seiten der SPD Bedenken.

          Die Spitze der Unionsfraktion hatte bei einer Klausur Anfang September gefordert, die Regierung müsse zügig den geplanten Gesetzentwurf zur Stärkung des Verfassungsschutzes vorlegen. Die Sicherheitsbehörden müssten besser in die Lage versetzt werden, digital kommunizierende Extremisten und Täter frühzeitig zu erkennen und ausfindig zu machen. Zudem müsse das Bundeskriminalamt personell verstärkt werden, um im Kampf gegen Extremisten die organisierte Kriminalität und die Rauschgiftkriminalität den Verfolgungsdruck zu erhöhen.

          Merkel will bei einem Strategietreffen mit den CDU-Ministerinnen und Ministern ihres Kabinetts am Sonntagnachmittag wichtige Weichen für die inhaltliche Arbeit der kommenden Monate stellen. Nach dpa-Informationen plant die Kanzlerin, in der Runde eine Art Fahrplan für den Rest der Legislaturperiode aufzustellen. Die Kabinettsmitglieder sind demnach gebeten, in ihren jeweiligen Bereichen nach Themen zu suchen, die aus Sicht der Union vorangetrieben werden sollen. Zu den Teilnehmern des Treffens gehört auch der Fraktionsvorsitzende Brinkhaus.

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