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Ripplewood Ein dritter Interessent für Opel

13.05.2009 ·  Bislang gelten Fiat und der kanadisch-österreichische Zulieferkonzern Magna als Opel-Interessenten. Wie die F.A.Z. erfuhr, prüft nun auch der amerikanische Finanzinvestor Ripplewood eine Beteiligung an Opel. Sowohl Opel als auch Ripplewood selbst lehnten eine Stellungnahme ab.

Von Christoph Ruhkamp
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Es gibt einen dritten Interessenten für Opel, den amerikanischen Finanzinvestor Ripplewood. Das sagten zwei mit der Sache vertraute Personen am Dienstag der F.A.Z. Ripplewood selbst, der in Europa lange Zeit über die in Brüssel ansässige Gesellschaft RJH International agierte, war für eine Stellungnahme am Dienstag nicht erreichbar. Opel lehnte einen Kommentar ab.

In Deutschland gehört RJH International bereits der Autozulieferer Honsel im Sauerland, der Aluminiumgussteile herstellt und derzeit 350 Stellen abbaut. Neben dem Finanzinvestor sind auch Italiens Fiat-Konzern und der kanadisch-österreichische Zulieferkonzern Magna an Opel interessiert. Magna will dazu mit dem russischen Autohersteller GAZ kooperieren und strebt einen Konzern mit einer Jahresproduktion von fünf Millionen Autos an.

GAZ bekundet nun auch offiziell Interesse

GAZ bestätigte am Dienstag erstmals offiziell sein Interesse, einem Konsortium für ein Joint Venture mit Opel beizutreten. „Die GAZ-Gruppe hofft auf die weitere Kooperation mit Opel und Magna beim Bau konkurrenzfähiger Personenwagen für Russland und andere Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS)“, wurde GAZ-Vizechefin Jelena Matwejewa in einer Mitteilung zitiert. GAZ wolle eine neue Fabrik und sein Vertriebsnetz zur Verfügung stellen.

Für Opel wird die Zeit knapp. Denn die amerikanische Muttergesellschaft General Motors (GM) muss voraussichtlich schon in den nächsten zwei Wochen Insolvenz anmelden, weil sie keine zusätzlichen Staatskredite mehr erhält. Mehrere Topmanager verkauften jetzt ihre Anteile, auch Europa-Chef Carl-Peter Forster. Insgesamt verkauften sechs GM-Manager mehr als 200.000 Aktien zu einem Stückpreis von 1,45 bis 1,61 Dollar (siehe auch ).

Weil die Bieter für Opel ihre Offerten angesichts der drohenden Insolvenz nicht rechtzeitig ausarbeiten können, will die Bundesregierung Opel vorübergehend auf einen Treuhänder übertragen und mit Liquiditätshilfen stützen. Die Europäische Kommission pocht auf EU-konforme Hilfen. Die Regeln für den Binnenmarkt müssten eingehalten werden, betonte Industriekommissar Günter Verheugen. Für Europas Autoindustrie sei ein „koordiniertes politisches Vorgehen“ nötig.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft.

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