28.05.2009 · Nach dem gescheiterten Spitzentreffen in Berlin erhöht Deutschlands Politik den Druck auf die Amerikaner: Bund und Länder verlangen vom potentiellen Investor und der amerikanischen Regierung bis Freitagmittag Klarheit in Sachen Opel-Rettung. Unterdessen hat das amerikanische Finanzministerium den Gläubigern von General Motors ein neues Angebot vorgelegt.
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Der deutsche Souverän, auch durch mich vertreten, fordert Klarheit ....
.... und ein Ende dieser unsäglichen Debatte. Die Einhaltung der Staatsbeihilferegeln, aber auch der Binnenmarktregeln, gebieten ein klares Nein zu irgendwelchen Opel-Hilfen. Unsere Politiker haben dazu kein Mandat. Die deutsche Rechtsordnung ist stark genug eine Lösung herbeizuführen, zum Beispiel steht dafür die Insolvenzordnung zur Verfügung. Das ist der einzige Ordnungsrahmen, der Klarheit schaffen kann und den Weg einer zukunftsweisenden Neuregelung öffnet. Abschließend diese Worte:
" Voraussetzung für Staatshilfe ist, dass das Unternehmen grundsätzlich gesund ist und seine Schwierigigkeiten auf die Fianzkrise zurückzuführen sind. "
-Angela Merkel, Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, im Februar 2009 -
Wenn Deutschland Opel "rettet", ist Deutschland eine Nation voller Deppen!
Die Amis sind am längeren Hebel. So ist das nunmal. Wer Opel freikaufen möchte, muss erst mal eine ordentliche Ablösesumme an GM zahlen bzw. amerikanische Schulden übernehmen. Da kommen weder Steinbrück, Gutenberg oder andere Quacksalber nicht drumherum. Und dann kommen die Italiener (mit Fiat), und hauen die Deutschen nochmal so richtig übers Ohr. Die Staatshilfen werden schön an Opel vorbeigeschleust und fliessen direkt nach Turin. Das erinnert an deutsche Kaffeefahrt-Touristen in Neapel, die nach einer freundlichen Umarmung mit einem Eingeborenen ihre Brieftasche vermissen ... und egal wieviele Milliarden man ungerechtfertigt in Opel hinein pumpt, der Laden geht sowieso in die Brüche. Wer so schlechte Autos baut und wer so ein schlechtes kleinbürgerliches Spießer-Image seit jahrzehnten nicht loswerden kann, verdient es nicht anders, als Pleite zu gehen. In Deutschland kann ein Fliessbandarbeiter bis 6000 Euro verdienen. So etwas ist nur finanzierbar, wenn auch ein Spitzenprodukt wie eine S-Klasse oder ein Porsche Turbo gebaut werden und in die ganze Welt exportiert werden. Billigautos kann man in Deutschland nicht mehr gewinnbringend produzieren, Sorry Opel, deine Tage sind gezählt...
Hallo,
kaum vorstellbar, dass sich amerikanische Entscheider von ein paar Balkanesen (für die ist Europa der Balkan) irgendetwas vorschreiben oder wegnehmen lassen.
Freundliche Grüße.
Ich bin zwar Betriebswirtschaftler und Kaufmann, aber wer kann es mir erklären?
Opel ist doch ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Wieso wird der Eindruck erweckt, as ob unsere Politiker über dessen Zukunft entscheiden? Oder hat der Vorstand/Aufsichtsrat die Entscheidungsbefugnis an die Politiker abgetreten? Ständig Berichte über Krisensitzungen der Politiker und Übernahmekonzepte, die offensichtlich von den Politikern geprüft und für gut oder schlecht befunden werden. Das ist entweder eine Farce oder Opel ist bereits verstaatlicht.
GM erpresst die halbe Welt und muss endlich zerschlagen werden
GM ist seit Jahren eine Wertvernichtungsmaschine. Hartleibig erpressen Missmanager und Gewerkschaften (USA und ausserhalb) ihre Mitmenschen. “Wenn ihr nicht permanent Geld nachschießt, reißen wir euch runter!” ist das einzige Konzept der Erpresser aus Detroit.
Ich hoffe, dass die Amerikaner sich von diesem Produzenten von teilweise drittklassigen fahrbaren Untersätzen befreit. GM ist eine kriminelle Vereinigung. Das amerikanische Gesetz sieht hierfür die Zerschlagung vor.
Lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende.
da jetzt die Amis angefangen haben zu tricksen, sollte man jetzt die Verhandlungen auf sichere Stadnpunkte zurückziehen und für klare Verhältnisse sorgen. Lieber jetzt eine Insolvenz und einen schnellen Neustart, als wochenlange Querelen mit ungewissen Ausgang.
... ein Finanzminister, der gerne anderer Leute Geld ausgibt, ein Wirtschaftsminister, der glaubt die Wirtschaft und die Wirtschaft ist das Gleiche und ein Mitläufer Koch der um seine Wählerstimmen kämpft. Prima Trio ! Was passiert wenn die Frist verstrichen ist ? Gehen die Drei dann in den Keller und schmollen gemeinsam eine Runde ? Deutscher Grössenwahn in seiner reinsten politischen Form, anmassend und arrogant und vor allen Dingen der Sache nicht dienlich. Deutschlands Politik erhöht jetzt den Druck auf die Amerikaner. Begeisterung, aber wer hat schon einen Stier unter der Last einer Fliegen zusammenbrechen sehen ? Gut gebrüllt Gutenberg und Co. ! Ich hoffe nur sie können das Echo ab !
Seltsam -aber ein "faules Spiel" seitens der Amerikaner ist irgendwie gar nicht zu erkennen! Der zusätzlich Finanzbedarf für Opel kommt mit Sicherheit allein dadurch zu stande,daß Opel in der Zeit -seit dem die erstenÜberlegung bzgl Opel begannen-kaum mehr Autos als früher verkauft haben dürfte.Es fehlt bei dieser Firma eben einfach und genrell am Eingang von Geld,am Gewinn! Und daß nicht der amerikanische Präsident selbst nach Berlin eingeflogen ist,ergibt sich bei nüchtern-normaler Betrachtungsweise doch auch : Die Amerikaner müßen Opel gar nicht retten ! Das will selbst in Deutschland kaum jemand : nicht einmal der deutsche Automobilverband,nicht BMW ,VW oder Mercedes . Das wollen nur die deutschen Politiker aus Wahlkampfgründen!
Junkies im Milliardenfieber - wen kümmert eine Milliarde mehr oder weniger?
Das Milliardenfieber ist sichtlich schon von Investmentbankern auf Minister und Betriebsräte übergegangen. Wie hypnotisiert rennen sie hinter ihrer Fata Morgana her, und zwar einer attraktiven Prinzessin, in die sich die müde Kröte einer insolventen GM-Tochtergesellschaft verwandelt. Opel gehört GM und seinen Gläubigern, darunter die US Regierung. Opel gehört weder dem Betriebsrat noch der Bundesregierung. Für viele Milliarden könnten sie Opel kaufen und die Schulden übernehmen - die Milliarden haben sie aber nicht. Die Milliarden haben die deutschen Steuerzahler auch nicht, aber die Junkies wollen Opel für ein paar Milliarden auf Pump kaufen, für die die Steuerzahler die Schulden aufgebrummt bekommen. (So etwa 100€ pro Nase werden es schon werden.) Die Leute, um deren richtiges Geld es geht, wissen schon, warum sie nichts geben wollen. Die "Investoren" investieren ja kein Geld, sondern sie versuchen mal, ob sie mit abwracken profitieren können. Die Junkies sollen erst mal ihr Fieber auskurieren.
Der Herr Telman Ismailov, ein Investor aus Azerbeycan hat kürzlich ein Hotel in Antalya in der Türkei in Betrieb genommen mit einer Investition von 1.4 Milliarden USD; allein bei den Eröffnungsfeierlichkeiten wurden in der Gala- Nacht vor zwei Tagen 34 Millionen USD ausgegeben, wobei unter den eingeladenen Gaesten Schauspieler wie Sharon Stone oder Richard Gere zu treffen waren. Es wird also ein aehnlicher Investor gesucht, wie Herr Telman Ismailov.
Der italienische Autobauer Fiat und kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna wollen dagegen Opel Konzern übernehmen, wenn natürlich der 1.8 Milliarden - Zuschuss vom Bund und Laendern gewaehrt wird.
Es sieht ganz danach aus, wie in den 70er Jahren prophezeit wurde, naemlich, dass die Autobauer die Autos endlich für 1 USD abgeben würden, wenn Erdölreserven zu Ende neigten und die Autofahrer keinen Benzin mehr zum Fahren haetten.
Nach der Rückkehr der Erdölpreise von 140 USD/t wieder auf 70 USD/t scheint schon wieder mit der Belebungstendendenz der Konjunktur, die Rohstoff- und Energiepreise anzusteigen.
Es scheint also die höchste Zeit gekommen zu seinen, technisch und wirtschaftlich vernünftige Lösungen zu finden, um die androhenden und kurzbevorstrehenden Rohstof- und Energiekrisen abzuwenden.
Dr. H. Ergun
mit rund 300 Millionen dabei - denn im Fall der Insolvenz zahlt er das Insolvenzausfallgelt. Bei über 25.000 Beschäftigten für drei Monate sind 300 Mio. EUR ganz schnell dabei.
Und warum haben alle so eine Heidenangst vor einer insolvenz? Weil dann genau die Arbeitsplätze abgebaut werden, die die Existenz des Gesamtbetriebs heute gefährden? Was ist besser - 25.000 Arbeitslose in einem Jahr (weil Opel nicht zukunftsfähig ist) oder 5.000 Arbeitslose heute und ein zukunftsfähiges Unternehmen?
Auch mal anders gerechnet: 1,5 Milliarden reichen ungefähr aus, um 25.000 Beschäftigte mit einem Durchschnittsbrutto von 3.000 Euro 20 Monate komplett zu bezahlen. Lässt man sich die Zahlen auf der Zunge, kann man eine Ahnung davon bekommen, wie unrentabel - wie kaputt - Opel wirklich ist.
Die Wirklichkeit ist hart - Opel muss auf ein Maß zurückgestutzt werden, das Konkurrenzfähig ist. Die Sozialisation von Verlusten ist dabei der schlechteste Weg, er ändert nämlich nichts. Entweder müssen Werke und Beschäftigte gehen, oder die Kosten (u.a. Löhne) müssen auf ein vernünftiges Maß angepasst werden. So gesehen Danke Politiker, dass Sie sich hier endlich mal um wirtschaftliches Augenmaß bemühen, auch wenn das Ergebnis leider vorgezeichnet ist.
zu dem Bild mit von und zu Guttenberg und co......
....kann man nur sagen: So sehen Sieger aus! Den Ball haben die Ami,s jedenfalls geschickt in die deutsche Hälfte geschossen. Das sich da mal keiner täuscht: Macht Opel dicht, kratzt das in den USA keinen, bei den eigenen Problemen die man in Amerika hat. Auf der anderen Seite sind unsere Wirtschaftskapitäne in spe allenfalls in der Badewanne als seetüchtig zu betrachten.
lächerlich. Welche Sanktionen will denn die Bundesregierung gegen die USA oder GM ergreifen.
Wer keine Alternativen ohne den Goodwill des Anderen hat, sollte keine Fristsetzungen stellen.
So läuft das eben nicht im normalen Geschäftsleben.
Es kommt mir ein bisschen so vor, als ob hier die deutschen MöchtergernretterundSteuergeldverschwender in einer Traumwelt leben. Die wollen jetzt bis Freitag 14.00 Uhr ein Konzept auf dem Tisch haben, das ihnen sagt, dass sie 6.427.835.245,47 € auf den Tisch des Hauses legen müssen und dann haben sie die Garantie, dass bei Opel genau 25.936 Arbeitsplätze bis zum März des Jahres 2056 in der gleichen Art gesichert sind, wie sie heute bestehen. Das flüstert ihnen wahrscheinlich der Chefverhandler, der Herr Franz, der für sich selbst schon von einem Vorstandsbüro träumt und der einen oder anderen Lustreise nach Brasilien. Derweil lachen sich Henderson und Obama in den USA ins Fäustchen und schließen wahrscheinlich schon Wetten ab, wieviel aus den Deutschen noch herauszupressen ist. Und das ganze wird von subalternen Verhandlern mit der Spitze der deutschen Regierung ausgekasperlt. Das ist nur noch lächelich.
...und eigentlich ahnen es auch die meisten der Beteiligten.
Der einzige, vernünftige Ausweg ist eine Insolvenz, dann müssen die Fakten auf den Tisch. Danach müssen dann die bestehenden Möglichkeiten geprüft werden, das Ergebnis ist dann offen. Sollte dann das Aus herauskommen, dann wenigstens ohne Mrd versenkt zu haben.
Das Leserecho deutet aber wohl an, dass die Mehrheit der Leser eben gerade nicht mit einer vernünftigen Lösung rechnet, leider.