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Opel Guttenberg: Fiat hat Angebot nachgebessert

23.05.2009 ·  Von den drei Opel-Interessenten Fiat, Magna und RHJ gilt Magna als Favorit. Eine Entscheidung soll nächste Woche fallen. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Guttenberg hat Fiat sein Konzept noch einmal nachgebessert. Details wollte er nicht nennen.

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Fiat will im Rennen um die Opel-Übernahme seinen Konkurrenten Magna noch auf der Zielgerade überholen. Der italienische Autokonzern habe sein Konzept nachgebessert, gab Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am Samstag in Berlin bekannt.

Guttenberg wollte keine Details nennen, deutete jedoch an, dass Fiat nun bereit sei, mehr eigene Risiken zu tragen und sich selbst mit höherem Eigenkapital an dem Autobauer zu beteiligen. Um Opel buhlen derzeit parallel der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna, der italienische Fiat-Konzern und der Finanzinvestor RHJ International.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck äußerte sich skeptisch zum bisherigen Angebot des italienischen Autobauers. „Bei Fiat müsste schon sehr, sehr viel passieren“, bevor man es annehmen könne. Bislang hätten die Italiener „ein Fiat-Modell, kein Opel-Modell“ vorgelegt. In Rheinland-Pfalz gibt es ein Opel-Werk in Kaiserslautern.

Guttenberg hatte am Freitag gesagt, es gelte, alle drei Opel-Interessenten „im Spiel zu halten“. Eine Grundsatzentscheidung solle in der bevorstehenden Woche getroffen werden. Dritter Interessent neben Fiat und dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna ist der aus Ripplewood hervorgegangene Finanzinvestor RHJ.

Die vier Ministerpräsidenten mit Opel-Standort in ihrem Land waren am Freitag bei dem Spitzentreffen im Bundeskanzleramt nicht zu einer einheitlichen Bewertung der drei Konzepte gekommen (siehe Magna liegt im Dreikampf offenbar vorne ). Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz sprachen sich für Magna aus, Nordrhein-Westfalen gegen Magna.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck - der sich zuvor für das Magna-Konzept aussprach - äußerte Verständnis für seinen nordrhein-westfälischen Amtskollegen Jürgen Rüttgers (CDU). Der hatte am Freitag deutlich gemacht hatte, dass sein Land dem Magna-Konzept in der jetzigen Form wegen der geplanten Stellenstreichungen in Bochum nicht zustimmen könne. Beck sagte dazu: „2200 Arbeitsplätze ist einfach zu viel, die da als Streichung vorgesehen sind.“

Am Montag sollen Vorentscheidungen in Deutschland fallen. Das letzte Wort hat aber der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM).

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