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Magna bestätigt „New Opel“ streicht mehr Jobs als bisher bekannt

 ·  Bei Opel sollen insgesamt 10.500 Stellen abgebaut werden. Deutschland sei von der Kürzung mit etwa 4.500 Arbeitsplätzen betroffen, bestätigte ein Magna-Sprecher der Sonntagszeitung. „Der Stellenabbau wird auch an der Hauptverwaltung in Rüsselsheim nicht spurlos vorübergehen“, sagte Hessens Ministerpräsident Koch.

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Der neue Autokonzern „New Opel“ startet mit einem kräftigen Arbeitsplatzabbau. „Insgesamt fallen 10 500 Stellen weg, davon etwa 4500 in Deutschland“, sagte ein Magna-Sprecher am Samstag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Etwa zwei Drittel der Jobverluste entfallen demnach auf die Produktion, ein Drittel auf die Verwaltung und somit auch auf die Zentrale in Rüsselsheim. „Der Stellenabbau wird auch an der Hauptverwaltung nicht spurlos vorübergehen“, bestätigte Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Daran habe auch Betriebsratschef Klaus Franz nie einen Zweifel gelassen. Der Stellenabbau werde sich dort im überschaubaren Rahmen abspielen, „ganz sicher ohne betriebsbedingte Kündigungen“, bekräftigte Koch.

Der österreichische Autozulieferer Magna soll mit der russischen Sberbank 55 Prozent an Opel übernehmen, 10 Prozent gehen an die IG Metall als Sachwalter der Arbeitnehmer, 35 Prozent behält die amerikanische Muttergesellschaft General Motors. In Deutschland beschäftigt Opel 25.000 Arbeitnehmer an vier Standorten. Die Werke sollen erhalten bleiben, das haben die neuen Eigentümer versprochen. Diese Garantie war die Voraussetzung dafür, dass die Bundesrepublik 4,5 Milliarden Euro an Staatshilfe gewährt. Die Bürgschaft muss nun von der EU genehmigt werden. „Das Konzept ist absolut europatauglich“, betont Koch.

Die deutsche Seite hofft, dass ein Teil der versprochenen 4,5 Milliarden Euro von anderen europäischen Staaten übernommen wird, die ebenfalls Opel-Standorte besitzen. Entsprechende Signale waren bisher jedoch nicht zu vernehmen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich auch Briten und Spanier an der Finanzierung beteiligen“, sagte der hessische Ministerpräsident. „Es gibt überhaupt keine Differenzen mit anderen EU-Staaten, auch wenn natürlich jeder seine eigenen Interessen hat.“

Unterdessen verschärften die von Bund und Ländern eingesetzten Treuhänder am Wochenende ihre Kritik an der Entscheidung für Magna. Die Politik habe massiven Druck ausgeübt, kritisierten der Sanierungsexperte Dirk Pfeil sowie der ehemalige Conti-Chef Manfred Wennemer. Schon im Jahr 2010 oder 2011 drohe Opel die Insolvenz wegen Überschuldung, sagte Wennemer, der gegen den Deal mit Magna gestimmt hatte. Wenn er gewusst hätte, was ihn erwartet, hätte er den Posten in der Treuhand gar nicht erst angetreten.

Wennemer habe seine Rolle offenbar nicht verstanden, konterte Ministerpräsident Koch. „Die Treuhänder sind keine unabhängige Jury. Selbstverständlich entscheidet in solchen Fragen die demokratisch gewählte Politik, es geht schließlich um eine Bürgschaft des Steuerzahlers.“

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Jahrgang 1967, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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