24.08.2009 · Der Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz macht aus der Sicht seiner Gewerkschaft einen tollen Job. Dabei schadet er den Interessen der Steuerzahler - und nun auch noch den deutsch-amerikanischen Beziehungen.
Von Carsten KnopDer Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz macht aus der Sicht seiner Gewerkschaft einen tollen Job - und schadet den Interessen der Steuerzahler ebenso wie nun auch den deutsch-amerikanischen Beziehungen. Im Unternehmen Opel gibt es nur eine vernehmbare Stimme, die von Franz.
Eloquent treibt der den Verkauf an den Autozulieferer Magna voran - und die deutschen Politiker vor sich her. Die ließen sich von ihm Zeitplan und Taktik bisher mitbestimmen und haben sich so vom Opel-Mutterkonzern General Motors erpressbar gemacht.
Franz provoziert den Steuerzahler
Nachdem GM nun weiter pokert, spricht Franz von einer Provokation, will vor der amerikanischen Botschaft demonstrieren lassen. Tatsächlich aber ist es Franz, der den Steuerzahler provoziert. Noch hat die Mehrheit der Deutschen nicht verstanden, warum sie Opel mit der Sicherung eines Kredits über 4,5 Milliarden Euro zur Seite springen soll oder Opel überhaupt „gerettet“ werden muss.
Da wird nun sogar aus Amerika kolportiert, dass die Insolvenz eine Option sei (siehe auch: Hängepartie: Erwägt General Motors, Opel doch zu behalten?). Und selbst in Berlin glaubt man jetzt, eine Insolvenz sei beherrschbar. Endlich! Denn die Insolvenz ist die sauberste Lösung, übrigens auch für Franz und die Kollegen.
Carsten Knop Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
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