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Kein Investor in Sicht Opel schließt Werk in Antwerpen

 ·  Schon im Januar drohte das Aus, nun hat der Autobauer mitgeteilt, dass sich kein Investor mit einem tragbaren Geschäftskonzept gefunden habe. Die Astra-Produktion in Antwerpen soll zum Jahresende auslaufen. Zur Jahresmitte war schon die Hälfte der Belegschaft abgebaut worden.

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Der angeschlagene Autobauer Opel macht auf seinem Sanierungskurs das Werk im belgischen Antwerpen dicht. Es habe sich kein Investor mit einem „tragbarem Geschäftskonzept“ für das Werk gefunden, teilte das Unternehmen am Montag in Rüsselsheim mit.

In dem Werk hatten ursprünglich 2500 Beschäftigte gearbeitet. Zur Jahresmitte war schon die Hälfte der Belegschaft mit Hilfe hoher Abfindungen von oft mehr als 100.000 Euro je Person abgebaut worden.

Opel will sich nun zum Jahresende endgültig von dem Standort trennen, in dem bislang das Modell Astra gebaut wurde.

Opel noch gesprächsbereit

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hatte im Januar angekündigt, das Werk in Antwerpen nicht weiter selbst betreiben zu wollen. Danach war eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, die externe Investoren suchen sollte. Bis zum Abschluss der Suche Ende September hatte sich kein Geldgeber gefunden. Opel zeigte sich bis zum Auslaufen für weitere Gespräche offen.

Das 1924 gebaute Werk in Antwerpen ist einer der kleineren Produktionsstandorte von Opel. Die Zahl der Mitarbeiter sank seit Beginn der 80er Jahre von rund 12.000 über 6600 Ende der Neunziger auf zuletzt rund 2600. Liefen im Jahr 2000 noch 329.000 Fahrzeuge von der Montagestraße, so waren es 2009 nur noch etwa 89.000. 96 Prozent der Produktion waren für den Export bestimmt. Der neue Astra wird hauptsächlich im englischen Ellesmere Port und in Gleiwitz in Polen produziert.

Die Kapazitäten bei Opel nach früheren Angaben um 20 Prozent gesenkt werden, europaweit sollen demnach rund 8000 der 48 000 Jobs wegfallen, davon weniger als die Hälfte in Deutschland. Im Februar hatte der Autobauer bis 2014 Investitionen von insgesamt rund 11 Milliarden Euro angekündigt. Damit sollen beispielsweise in den kommenden zwei Jahren 80 Prozent der Produktpalette erneuert werden. Der Schwerpunkt geht in Richtung alternative Antriebe.Zukunft von Opel in Antwerpen noch offen

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