10.09.2009 · An den deutschen Opel-Standorten beginnt erneut das Zittern. Eine Sanierung könnte zahlreiche Jobs kosten. Der Autohersteller beschäftigt in Deutschland insgesamt rund 25.000 Menschen. Eine Übersicht über die wichtigsten Standorte bundesweit.
An den deutschen Opel-Standorten beginnt erneut das Zittern. Eine als unausweichlich geltende Sanierung könnte zahlreiche Jobs kosten. Der Autohersteller beschäftigt in Deutschland insgesamt rund 25.000 Menschen. Nachfolgend eine Übersicht über die wichtigsten Standorte bundesweit:
Bochum: Der Produktionskomplex in Nordrhein-Westfalen ist der zweitgrößte Opel-Standort überhaupt. Auf einem ehemaligen Zechengelände entstanden seit 1962 insgesamt drei Werke, in denen derzeit rund 5.200 Mitarbeiter tätig sind. Bochum produziert das Kompaktmodell Astra, den Minivan Zafira sowie Achsen und Getriebe. Überdies werden von hier aus rund 4.000 Opel-Vertragshändler und Werkstätten mit Ersatzteilen beliefert. In den vergangenen Wochen zeichnete sich ab, dass die Astra-Produktion in Bochum im kommenden Jahr auslaufen könnte. Im Gegenzug könnte die Zafira-Fertigung am Standort Bochum konzentriert werden.
Eisenach: Der jüngste Opel-Standort entstand ab 1990 als Beitrag zur deutschen Einheit. Opel baute in Thüringen sein erstes Werk, das nach den Grundsätzen der „schlanken Produktion“ funktionierte und 1992 in Betrieb ging. Rund 1.800 Mitarbeiter produzieren hier den Opel Corsa. In den vergangenen Monaten wurde über einen Verkauf des Werks oder eine zumindest befristete Schließung spekuliert.
Kaiserslautern: Das Opel-Werk im pfälzischen Kaiserslautern ist die größte und wichtigste Produktionsstätte des Herstellers für Motoren und Komponenten. Hier werden vor allem größere Benzin- und Dieselmotoren gefertigt. Das Kaiserslauterer Werk nahm im Juni 1966 die Produktion auf und beschäftigt heute rund 3.500 Mitarbeiter. Die Zukunft des Werkes stand in den vergangenen Jahren wiederholt auf der Kippe. Verhandlungen mit ThyssenKrupp Automotive und dem Autozulieferer Kirchhoff verliefen im Sande. In den vergangenen Monaten wurde erneut spekuliert, die Motorenfertigung könne von Kaiserslautern ins Ausland verlagert werden.
Rüsselsheim: Größter Opel-Standort ist Rüsselsheim mit rund 15.000 Beschäftigten. Hier begann Opel bereits 1899 mit der Montage von Autos. Derzeit wird im Stammwerk des Herstellers das Opel-Mittelklassemodell Insignia gefertigt. Darüber hinaus befinden sich in Rüsselsheim das Internationale Technische Entwicklungszentrum, das Europäische Design-Zentrum und die Unternehmenszentrale von Opel. Das Entwicklungszentrum ist die größte und wichtigste Einheit am Standort. Die Rüsselsheimer Ingenieure entwickeln nicht nur Autos für den europäischen Markt, sondern alle Kompakt- und Mittelklassewagen für den General-Motors-Konzern weltweit.