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Fiat greift nach Opel Phoenix aus der Asche

07.05.2009 ·  Fiat begibt sich in die Rolle des Erpressers. Staaten, die keine Hilfen bereitstellen, müssen mit Standortschließungen rechnen - so lautet die unausgesprochene Drohung. Die Politik sollte genau hinschauen, ob sie ihr Ziel des Arbeitsplatzerhalts mit Fiat erreicht.

Von Christoph Ruhkamp
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Fiat-Chef Sergio Marchionne ist besessen von der Idee, mit Chrysler und Opel einen Weltkonzern zu schmieden. Dass er die Wahrheit über die damit verbundenen Werksschließungen und Entlassungen nur scheibchenweise an die Öffentlichkeit durchsickern lassen will, ist verständlich. Schließlich braucht er politische Unterstützung für seinen Plan, und der Abbau von Überkapazitäten bei Fiat und Opel ist durchaus notwendig.

Dennoch sollte Marchionne die Karten offen auf den Tisch legen statt immer neue geheime Übernahmepläne wie das „Project Phoenix“ auszuarbeiten. Das ist er den Steuerzahlern in Deutschland und Europa schuldig. Denn der Plan für den Weltkonzern soll ja drei hoch verschuldete Unternehmen mit Hilfe von Staatsgeldern wie Phoenix aus der Asche erstehen lassen.

Fiat begibt sich dabei – wie vorher schon General Motors – in die Rolle des Erpressers. Staaten, die keine Hilfen bereitstellen, müssen mit Standortschließungen rechnen. Wer nicht zahlt, verliert tausende Arbeitsplätze in der heimischen Autoindustrie – so lautet die unausgesprochene Drohung. Die Politik sollte genau hinschauen, ob sie ihr Ziel des Arbeitsplatzerhalts mit Fiat erreicht.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft.

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