12.09.2011 · Suzuki beendet die Partnerschaft mit dem Autobauer Volkswagen, der 20 Prozent an den Japanern hält. VW hatte Suzuki des Vertragsbruchs bezichtigt.
Der japanische Autohersteller Suzuki kündigt die Zusammenarbeit mit Volkswagen auf. Suzuki habe entschieden, seine Ende 2009 geschlossene Partnerschaft mit Volkswagen zu beenden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Volkswagen ist seit Dezember 2009 mit 19,9 Prozent an Suzuki beteiligt. Suzuki hält 1,5 Prozent an VW. Diese Kapitalverflechtung soll nach dem Willen der Japaner aufgelöst werden.
Die Zusammenarbeit lief schon länger nicht auf den geplanten Wegen (siehe ): Im Juli hatte Volkswagen darauf hingewiesen, dass sich die Partnerschaft langsamer als erwartet entwickelt und angekündigt, eine Bewertung vorzunehmen. Die Gespräche über eine Zusammenarbeit sind jetzt nach Angaben Suzukis in einer Sackgasse geendet.
Am Sonntag hatte Volkswagen Suzuku offiziell für vertragsbrüchig erklärt. Der im Dezember 2009 geschlossenen Kooperationsvertrag sei verletzt worden - im Zusammenhang mit dem Bezug von Dieselmotoren seitens Suzuki durch einen anderen Hersteller. Nach Angaben aus Branchenkreisen handelt es sich dabei um Fiat. Dies widerspricht aus VW-Sicht den Vertragsinhalten der Kooperation zwischen Volkswagen und den Japanern. Suzuki werde nun eine mehrwöchige Frist eingeräumt, den Sachverhalt zu korrigieren, hatte VW erklärt. Suzuki wies diesen Vorwurf am Morgen als falsch zurück.
VW hatte sich im Dezember 2009 für etwa 1,7 Milliarden Euro mit einem Anteil von 19,9 Prozent an Suzuki beteiligt. Beide Hersteller wollten gemeinsam Einsteigerautos für Entwicklungs- und Schwellenländer sowie umweltfreundliche Wagen für Kunden in den Industriestaaten bauen.