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BAIC-Offerte China greift nach Opel

05.07.2009 ·  Der chinesische Autohersteller BAIC greift mit aller Macht nach Opel. Kurz vor Torschluss wollen die Chinesen den Verkauf der deutschen Traditionsmarke an den Zulieferer Magna vereiteln. In Briefen an mehrere Regierungsmitglieder wirbt BAIC eindringlich für seine Offerte.

Von Georg Meck
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Der chinesische Autohersteller BAIC greift mit aller Macht nach Opel. Kurz vor Torschluss wollen die Chinesen den Verkauf der deutschen Traditionsmarke an den austro-kanadischen Autozulieferer Magna vereiteln. In Briefen an mehrere Regierungsmitglieder werben die Chinesen eindringlich für ihre Offerte.

Ihr Konzern würde Opel eine „ausgezeichnete Heimat“ bieten, schreibt der Vorstandsvorsitzende Xu Heyi. Opel werde mit ihnen als Eigentümer zu einer globalen Marke. Wörtlich verspricht der chinesische Manager: „Kein Opel-Werk in Deutschland wird geschlossen werden.“ Ein Abbau von Stellen, auch in der Zentrale, könne jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Lage des Rüsselsheimer Autoherstellers sei „ernster, als wir es uns in unseren worst-case Szenarien vorgestellt haben“, heißt es in dem Brief.

Mehr eigenes Geld

Die Chinesen, die von der Deutschen Bank beraten werden, argumentieren gegenüber der Politik damit, dass ihr Konzept den deutschen Steuerzahler deutlich günstiger komme als dasjenige von Magna, mit dem sich die Bundesregierung schon grundsätzlich auf einen Einstieg geeinigt hatte.

Laut der vorgelegten Offerte bringt BAIC tatsächlich mehr eigenes Geld mit als die Austro-Kanadier. So planen die Chinesen mit 660 Millionen Euro Eigenkapital und lediglich 2,64 Milliarden Euro Bürgschaft des deutschen Staates. Im Fall von Magna ist von 4,5 Milliarden Euro Staatsgarantien die Rede. Das nun vorgelegte Konzept sieht vor, dass die Chinesen 51 Prozent an der neuen Opel-Gesellschaft erwerben, 49 Prozent verbleiben demnach bei der ehemalige Muttergesellschaft General Motors.

„Es geht nur noch um Details“

Viel Zeit bleibt dem chinesischen Autokonzern nicht, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Magna habe einen erheblichen Vorsprung gegenüber allen anderen Interessenten, sagte GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Es geht nur noch um Details. Nach dem Treffen der Spitzen von GM und Magna bin ich äußerst zuversichtlich, da wurde weitgehend Einigkeit erzielt.“ (Siehe dazu auch: GM-Europa-Chef Forster: „Es wäre toll, wenn es Mitte Juli mit Magna klappt“)

Einen Termin für eine Vertragsunterzeichnung nannte Forster nicht. „Es wäre toll, wenn es bis Mitte Juli klappen würde“, sagte der Automanager nur und beschwerte sich über die Störfeuer, welche die Verhandlungen immer wieder behindern. „Da reden viele Leute, die nichts zu sagen haben. Solche, die es gut, und solche, die es weniger gut mit uns meinen. Und auch unsere Betriebsräte reden viel zu viel.“

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Jahrgang 1967, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft.

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