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Automobilindustrie Händler wollen Opel retten

15.05.2009 ·  Die europäischen Opel-Händler streben einen Firmenanteil von 10 bis 15 Prozent an. Mit Hilfe einer Abgabe von 150 Euro je verkauftem Wagen in den kommenden drei Jahren sollen bis zu 500 Millionen Euro zusammenkommen, um Opel vor der Pleite zu retten.

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Die europäischen Opel-Händler haben die Weichen für eine Beteiligung an dem Rüsselsheimer Autobauer gestellt. Auf ihrer Frühjahrskonferenz in Wien haben die rund 4000 im Dachverband Euroda organisierten Händler ihrem Verband das Mandat erteilt, der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und General Motors ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten.

Das Konzept sieht vor, dass Verbandsmitglieder aus 25 europäischen Staaten über einen Zeitraum von drei Jahren einen Betrag von 150 Euro pro verkauftem Fahrzeug in einen Beteiligungsfonds für ein neues Opel-/Vauxhall-Unternehmen einzahlen. Der Verband geht davon aus, dass sich die Investition auf bis zu 500 Millionen Euro belaufen wird. Abhängig von der Bewertung der neuen Opel-Gesellschaft könne die Beteiligung zwischen zehn und 15 Prozent liegen. Zudem peilen die Händler auch einen Sitz im Aufsichtsrat von Opel an.

Händler müssen Einstieg mit GM und anderen Interessenten abstimmen

Auch die Opel-Belegschaft arbeitet an einem Konzept zur Beteiligung an ihrem Arbeitgeber. Zusammen mit den Händlern wollen sie eine Sperrminorität von 25 Prozent erreichen, die einen Einfluss auf wichtige Unternehmensentscheidungen ermöglicht.

Dem Beschluss der europäischen Opel-Händler waren in den vergangenen Wochen Abstimmungen der nationalen Händlerverbände in allen europäischen Staaten mit Opel-Vertretungen vorausgegangen. Bereits im März hatte sich der deutsche Opel-Händlerverband VDOH für einen Einstieg bei dem Rüsselsheimer Autobauer über das Fonds-Modell ausgesprochen (siehe ).

Die Händler müssen jetzt noch eine Übereinkunft mit der kriselnden Opel-Konzernmutter General Motors (GM) über die Beteiligung erzielen. Auch muss ein Einstieg der Händler mit anderen Interessenten abgestimmt werden. Dazu zählt neben Fiat und Magna auch der Finanzinvestor RHJ. Noch gebe es keine Präferenz für einen Investor, sagte Euorda-Chef Jaap Timmer. Bei Magna könne es jedoch nach seiner Einschätzung mehr Interesse für eine Händlerbeteiligung geben als bei Fiat.

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Von Heike Göbel

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