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Autohersteller Suzuki stellt Partnerschaft mit Volkswagen infrage

18.07.2011 ·  Suzuki fürchtet zu viel Einfluss von Volkswagen: Der japanische Autohersteller prüft deswegen die Partnerschaft zu beenden. Eigentlich wollten beide Unternehmen voneinander profitieren.

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Der japanische Autohersteller Suzuki fürchtet eine zu große Einflussnahme seines Partners Volkswagen und stellt die Kooperation mit den Wolfsburgern daher auf den Prüfstand. „Wir denken, dass wir wieder auf Null zurückgehen müssen, auch, was die Beteiligungsverhältnisse angeht“, sagte der für die Beziehungen mit VW zuständige Manager Yasuhito Harayama am Montag. „Als die Kooperation mit Volkswagen beschlossen wurde, ist deutlich gemacht worden, dass wir nicht konsolidiert werden, sondern unabhängig bleiben wollen.“ Das Einvernehmen darüber, dass beide Autobauer unabhängige und gleichwertige Partner seien, sei Grundvoraussetzung für jegliche Zusammenarbeit.

VW hatte sich Ende 2009 mit knapp 20 Prozent an dem japanischen Kleinwagen- und Motorradspezialisten beteiligt. Seitdem wurde immer wieder darüber spekuliert, dass VW den viertgrößten Autobauer Japans unter seine Kontrolle bringen wolle. Suzuki hat im Zuge der wechselseitigen Beteiligung auch VW-Aktien erworben.

Der für die Kooperation mit Suzuki zuständige VW-Manager Hans Demant erklärte nun, eine Aufstockung des Anteils sei von den Partnern nicht vereinbart worden. „Volkswagen und Suzuki sind und bleiben unabhängige Unternehmen“, sagte Demant.

Auch der 81 Jahre alte Firmenpatriarch Osamu Suzuki hatte Befürchtungen geäußert, VW könnte fälschlicherweise davon ausgehen, den japanischen Partner unter seine Fittiche gebracht zu haben. In einem auf der Internetseite der Zeitung „Nikkei“ veröffentlichten Blogeintrag schrieb der Konzernchef kürzlich zudem, Suzuki habe nach Prüfung der Technologien von VW „nichts gefunden, was das Unternehmen umgehend haben wolle“.

Suzuki sollte durch die Partnerschaft Zugang zu VW-Zukunftstechnologien etwa für Hybridmodelle bekommen, während die Wolfsburger von der Kleinwagen-Expertise der Japaner profitieren wollen. VW-Chef Martin Winterkorn hat jedoch bereits eingeräumt, dass gemeinsame Projekte mit den Japanern wie ein für den indischen Markt geplanter Kleinstwagen einen längeren Vorlauf benötigen. Laut Harayama gibt es derzeit kein spezielles gemeinsames Entwicklungsprojekt beider Unternehmen.

Es gebe zudem andere Autohersteller, die bereit seien, gleichberechtigt mit Suzuki zu kooperieren, betonte Harayama. Suzuki werde weiterhin auch mit anderen Firmen zusammenarbeiten und jegliche Projekte mit VW auf Eis legen, bis beide Unternehmen ihre ursprüngliche Vereinbarung bekräftigt hätten.

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