Home
http://www.faz.net/-gqk-y4m6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

300.000 Stellen in Gefahr Das neue Gravitationszentrum der Autoindustrie

 ·  Der Aufstieg Asiens wird die Autoindustrie umkrempeln: 300.000 Stellen sind dadurch nach einer neuen Studie von Roland Berger in Europa in Gefahr, die Hälfte davon in Deutschland. Letztlich werde es nicht nur Arbeitsplatzverluste in Europas Autobranche geben.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (10)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Matthias Fiedler

Faszinierend

... wie man doch die globale Entwicklung angefangen bei der Demografie, Gesellschaftsentwicklung bis hin zur internationalen Rohstoffversorgung und nicht zuletzt Politik in einem Zusammenhang, übergreifend bis 2025 deuten und auf ein, na ja sagen wir mal 3 seitiges Papier bringen kann. Das können wirklich nur Partner in einer Unternehmensberatung mit jahrelanger Erfahrung in all diesen Bereichen. Ich glaube auch daran, dass 2025 alle Menschen der Welt, lassen wir es dann 10 Mrd. sein, in einer Stadt namens China-Town wohnen werden, wir Naherholung im Drei-Schluchten-Stausee finden und kollektiv mit unseren iPad 10G gesteuerten Qantumbrid-Bikes fahren.
Nur zur Erinnerung... diese Beratungsgesellschaft hat noch vor 20 Monaten von einer desaströsen wirtschaftlichen Entwicklung für 2011 und 2012 gesprochen. Ein hoch auf die Partner und ihre von ihnen abschreibenden Junior/Senior-Consultants... Verdammt, wer bezahlt euch für so einen Mist?!

Empfehlen
Eberhard Stoeckel

Demotorisierungstrend:

Das früher in China verbreitete Fahrrad ist doch auch für nachwachsende Generationen ein probates Fortbewegungsmittel. Die in der Autoindustrie fehlenden Arbeitsplätze kann Opel durch Rückkehr in die Fahrradproduktion mildern. Auch ist die Altenpflege ein rasant wachsender Arbeitsmarkt mit Billiglöhnen. Ingenieure werden ohnehin nicht mehr nachwachsen bei unserer Einstellung zur Bildung.

Empfehlen
Karl Hammer

Blah Blah Blah

Derartige Prognosen, daß in Zukunft in Wirtschaft und Arbeit alles anders werde, habe ich schon viele kommen und gehen gesehen. Tatsache ist, daß die Leute auch in Zukunft zur Arbeit kommen müssen, daß in der wirklich werteschaffenen Produktion Dinge zusammengeschraubt werden müssen, und daß nicht alle rumsitzen und planen oder designen können. Und es gibt nicht viele Länder mit einer so hohen Arbeitsproduktivität und Qualität wie unseres.
Die wahre Herausforderung der Zukunft ist das Abwenden des dramatische Verlustes unseres Volkes durch die demographische Katatsrophe und der Verlust an Werten und Orientierung. Alles andere können wir meistern.

Empfehlen
Christian Schneider

Geringer Aussagewert

Solch einer Studie sollte man nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, gerade wenn man die großen Herausforderungen wie Ressourcenknappheit betrachtet. Bisher haben die europäischen Hersteller den Aufstieg der japanischen und der koreanischen Autoindustrie weitaus gemeistert als die amerikanische Autoindustrie. Ein Trend ist jedoch klar absehbar, die Regionalisierung der Produktion der Autos. Mit dem steigenden Ölpreis und den damit steigenden Transportkosten werden mehr die Transportkosten und nicht die Arbeitkosten den Produktionsstandort bestimmen. Oder werden die Schiffe, mit denen heute 90% aller Güter transportiert werden auch mal eben elektrifiziert? Und warum sollte Lateinamerika nicht der große Gewinner sein, immerhin lagert dort das meiste Lithium.
---
Zur Alterung der Gesellschaft. Südkorea, Taiwan und Japan sind die Länder die am schnellsten altern, ebenso China. Südkorea und Taiwan altern momenten doppelt so schnell wie Westeuropa, ab 2016 bzw 2017 nimmt die Bv dort ab, aufgrund sehr niedriger Geburtenraten von ca. 0,9 bis 1,1 Kinder pro Frau. In China sinkt die arbeitende Bv ab 2012 welches die Löhne zusätzlich erhöhen wird.

Empfehlen
Claudius Ambrosius

Märchen von Elektro und 1 Nacht

... und auf den Elektro-Zug mussten die Power Point-Diplomer natürlich auch aufsteigen. Dann wünsche ich gute Fahrt mit Gas-, Kohle- und Atomstrom!
PS: was interessieren die Berater ihre eigenen Prognosen in 14 Jahren bei branchen-durchschnittlichen 2 Jahren Verweildauer im Job?

Empfehlen
norbert doerre
norbert doerre (ndoerre) - 01.03.2011 00:28 Uhr

Die Autoindustrie - ein Tropfen Löschwasser in der Hölle.

Das größte Problem, das sich eine Volkswirtschaft selbst machen kann, wenn sie im harten Wettbewerb mit anderen steht, sind überbordende Fixkosten. Dazu zählen in erster Linie die Verschwendung von Steuergeldern, begleitet von impliziten und expliziten Staatsschulden. Die impliziten in einer Höhe von aktuell rund 8 Billionen Euro werden bislang nirgendwo in der EU bilanziert, sondern nur die expliziten mit 2 Billionen Euro. Damit steht Deutschland als Hütchenspieler im Vergleich gut da; doch wehe, wenn es wirklich ernst wird. Deutschland hat sich allein aus dem boomenden Zuwanderungsgeschäft mit derzeit offiziell rund 20 Mio im wesentlichen Sozialhilfeempfängern mit Familiennachzug ohne jede Qualifikation eine rasch wachsende Schuldenpyramide auferlegt, die bei den geringsten Turbulenzen einen nie dagewesenen Zusammenbruch des gesamten sozialen Gefüges und der Wirtschaft erzeugen wird, auf engstem Raum bei weitem zu mehr Aufruhr führend als augenblicklich in den nordafrikanischen Staaten. Wenn sich nun auch noch unsere Politiker erdreisten sollten, von dort weitere 20 Mio Flüchtlinge im Namen des Volkes aufzunehmen, dann wissen die, die noch denken können, was auf uns zukommt. Die Autoindustrie - ein Tropfen Wasser in der Hölle.

Empfehlen
Martin Schmitt

Auto kann so billig sein

Her Ex-Bumskanler Schröder war von VW made in china begeistert. Ich verstehe die Aufregung nicht. China ist ein Entwicklungsland und darum gibt es auch Entwicklungshilfe. Man bekommt in Deutschland alles zugelassen, Hauptsache vier Räder.

Empfehlen
Andreas Koerner

Das Orakel

„Grund für diese Entwicklung ist der in Europa nahezu stagnierende Absatzmarkt mit Zuwächsen von nur noch 1 Prozent jährlich.“
Ein neues Auto kauft sich der Deutsche erst nach 5,5 Jahren, einen Gebrauchten fährt er laut aktuellen DAT-Report 6,4 Jahre, das ist so lange wie nie zuvor, die Hälfte der 46 Millionen Pkw in Deutschland ist älter als acht Jahre.
Warum wohl?
„Gleichzeitig muss die Produktivität der Hersteller ständig verbessert werden, um immer besser ausgestattete Autos zu gleichbleibenden Preisen anbieten zu können.“
Im Jahr 1980 kostete ein Neuwagen im Schnitt 8 420 Euro. Der heutige Durchschnittspreis der in Deutschland gekauften Pkw mit 24 900 EUR entspricht einer Erhöhung von rund 200 Prozent.
Bei Sonderausstattungen langen Hersteller immer kräftiger zu, so verteuerte sich das Schiebedach eines Opel Corsa innerhalb von 20 Jahren von 397 Euro auf 850 Euro.
„Konzerne wie Apple oder Google, die erfahren in der Führung einer Marke sind, könnten als Automobilanbieter auftreten, indem sie mehrere Zulieferer geschickt kombinieren“
Konzerne wie VW, BMW oder Mercedes sind also nicht erfahren in der Führung einer Marke und können das nicht?
Was machen die dann im Jahr 2025, Smartphones mit Rädern bauen?

Empfehlen
Bernd Michalski

Hauptsache es sind keine Beraterstellen in Gefahr

Sonst bekäme man womöglich irgendwann nicht mehr so fantastisch plausible Kaffeesatzleserei als Prognose aufgeschwatzt. Kleine Fahrzeuge irgendwie so zwischen Auto und Fahrrad, ja klar. Und vernetzte Mobilität, das klingt ja schon so prickelnd.
---
Erstaunlich, wie man sich mit halbgaren Visionen unter einem teuren Namen interessant machen kann.

Empfehlen
Andreas Heiligtag

"Expertenwissen und -Visionen"

So so, da haben sich die Experten ja wieder richtig angestrengt beim Kaffeesatz-Lesen und Kristallkugel-Interpretieren. 14 Jahre in die Zukunft können sie bei Roland Berger schauen. Donnerwetter, ich bin beeindruckt. Wahrscheinlich werden sie die Vorstände der Autoindustrie auch dahingehend beraten und so dafür sorgen, dass ihre Visionen aus der Kristallkugel in die Tat umgesetzt werden.
Ich kann mir eine Zukunft vorstellen, bei der die Märkte Asiens von Europa aus bedient werden. Es müssten hier halt die begehrenswerteren Autos hergestellt werden. Autokauf ist keine rein rationale Entscheidung. Ob wir genügend Energie herbringen, die ganzen schönen Autowachstumsvisionen zum Fahren zu bringen steht auf einem anderen Blatt.
Eins ist mal sicher; zur Lösung der Herausforderungen der Zukunft tragen solche Berater mit Visionen herzlich wenig bei.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft.

Jüngste Beiträge

Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Die Europäische Kommission will Strafzölle auf Solarmodule aus China erheben. Zahlreiche Unternehmen warnen vor der Reaktion Chinas. Davon darf sich die EU nicht beeinflussen lassen – trotzdem sollten die Mitgliedsstaaten alles daran setzten, die Kommission von ihren Plänen abzubringen. Mehr 27 13