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Kjetil-Andre Aamodt im Gespräch „Diesen Strecken gehört die Zukunft“

06.02.2009 ·  Mit 20 WM- und Olympia-Medaillen ist Kjetil-Andre Aamodt der erfolgreichste Ski-Rennläufer der Geschichte. Der Norweger, der bei der WM in Val d'Isère als TV-Experte arbeitet, verteidigt die schwierige Piste: „Es könnte nicht besser sein.“

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Mit 20 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen ist Kjetil-Andre Aamodt der erfolgreichste Ski-Rennläufer der Geschichte. Bei Olympia 1992 gewann er im Super-G seine erste von insgesamt neun Goldmedaillen - auf der Strecke „Face de Bellevarde“, die bei den Titelkämpfen in Val d'Isere derzeit für Diskussionen sorgt. Der 37 Jahre alte Norweger, der bei der WM für den norwegischen Fernsehsender NRK als Experte arbeitet, verteidigt die schwierige Piste im Gespräch mit dem Sport-Informationsdienst (sid): „Diesen Strecken gehört die Zukunft“, sagt er.

Kjetil-Andre Aamodt, bei der 40. alpinen Ski-WM in Val d'Isere gab es nach dem Super-G und den Abfahrtstrainings heftige Kritik an der Piste 'Face de Bellevarde'. Teilen Sie die Kritik?

Nein. Das ist die beste Piste, die es gibt, eine ganz andere Strecke, wie wir sie sonst im Weltcup haben. Sie bietet extreme Richtungswechsel, ist sehr steil und technisch sehr anspruchsvoll. Sie ist sehr schwierig zu befahren, aber nicht gefährlich, weil die Geschwindigkeit wegen der vielen Kurven nicht zu hoch ist. Es könnte nicht besser sein.

Aber es gibt kein wirkliches Flachstück ...

...das ist ja das Schöne. Das macht die Rennen sehr viel interessanter als es für gewöhnlich der Fall ist. Es ist doch sehr langweilig, wenn man den Athleten nur beim Gleiten zusieht. Der Zufall spielt hier eine geringere Rolle als sonst. Mit Didier Cuche hat beim Super-G auch der beste Rennläufer gewonnen - und so sollte es doch sein. Es wäre schön, wenn es bald noch mehr solche Pisten gäbe. Diesen Strecken gehört die Zukunft, weil sie uns zeigen, wer ein Skifahrer ist - und wer nicht.

Kritik gab es auch an der Pistenpräparierung. Speziell im unteren Streckenabschnitt ist die 'Face' völlig vereist ...

Das wäre in der Tat nicht notwendig gewesen. Trotzdem finde ich es gut, weil es die Rennen noch etwas schwierigerer macht und die Siegchancen der besten Athleten erhöht.

Die Frauen wollen im Super-G des Teamwettbewerbs und beim Riesenslalom nicht auf der 'Face' fahren. Ist das nachvollziehbar? (siehe: Alpine Ski-WM: „Wir sind hier zum Skifahren und nicht zum Eislaufen“).

Auf dem blanken Eis, wie wir es im Zielhang haben, ist es für die Frauen zu schwierig. Aber daneben liegt noch ausreichend guter Schnee, den man für die Präparierung nehmen könnte. Dann würde es gehen. Die Kurven sollten für die Frauen kein Problem sein.

Gilt das auch für die 'Rhone-Alpes', auf der Maria Riesch beim Training schwer stürzte?

Die Strecke ist eine wunderbare Herausforderung für die Frauen. Eine super Piste, tipp-topp! Es ist doch besser, wir haben eine WM-Strecke, auf der ein bisschen was los ist, als wenn die Frauen mit 140 km/h auf einem Flachstück dahingleiten.

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