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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Im Gespräch: Weltmeisterin Kathrin Hölzl „Mach dich nicht verrückt und zeig, was du kannst“

 ·  Nicht Zimmergenossin Maria Riesch, sondern Kathrin Hölzl hat die langersehnte erste deutsche WM-Medaille seit 2001 in einer Einzeldisziplin gewonnen. Im FAZ.NET-Kurzinterview erklärt sie, warum sie sich schon vor dem in Val d'Isère gut fühlte und was Riesch zu ihrem Sieg sagt.

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Nicht Zimmergenossin Maria Riesch, sondern Kathrin Hölzl hat die langersehnte erste deutsche WM-Medaille seit 2001 in einer Einzeldisziplin gewonnen. Im FAZ.NET-Kurzinterview erklärt sie, warum sie sich schon vor dem in Val d'Isère gut fühlte und was Riesch zu ihrem Sieg sagt.

Weltmeisterin Kathrin Hölzl - wie hört sich das an?

Ich begreife das noch gar nicht richtig. Das kommt erst langsam. Das ist Wahnsinn, einfach unglaublich. Da ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich habe nie gedacht, dass es zum Sieg reicht. Ich wollte nach dem Platz vier im ersten Lauf im zweiten Durchgang unbedingt angreifen und eine Medaille haben. Und dann kommt man nicht perfekt runter und macht Fehler. Als ich im Ziel die eins gesehen habe, dachte ich: Das kann für eine Medaille reichen. Da war schon alles gut für mich. Und dann hat es gereicht - sogar zu Gold.

Was war heute ausschlaggebend für Ihren Erfolg?

Ich habe die letzten zwei Jahre schon gewusst, dass ich schnell sein kann. Aber ich wollte oft zuviel, und mit Gewalt geht nichts im Skifahren. Heute war ich komischerweise von früh an nicht so aufgeregt. Es wird ja so ein Tamtam um die WM gemacht und die Saison war je eh schon nicht so gut für mich gelaufen. Ich habe mir gesagt: Mach dich nicht verrückt und zeig, was du kannst.

Was hat Maria Riesch gesagt, als sie Ihnen gratuliert hat?

Maria und ich sind sehr gut befreundet, wir sind immer zusammen auf dem Zimmer. Sie kennt meine ganze Leidensgeschichte, auch mit dem Auf und Ab diese Saison. Sie hat es mir heute einfach gegönnt. Jetzt hoffe ich, dass sie noch im Slalom eine Medaille holt. Dann haben wir genau erreicht, was wir uns vorgenommen haben.

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